Projekt Null · Zeichnung

Projektbeschreibung „Der Nullraum“ – Susanne Haun und Jürgen Küster

 

Projektbeschreibung

 

 

Der Nullraum
Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.

ein Projekt von Susanne Haun und Jürgen Küster

“Im Rechnen war ich furchtbar schlecht. Mir war die Null nicht begreiflich. Ich habe nicht verstanden, warum eine Null nichts sein soll, aber wenn man sie an einer Eins anhängt, ergibt es plötzlich zehn! Das hat man mir bis heute nicht erklären können.”²  Sten Nadolny

Jürgen Küster und Susanne Haun sind neugierig und in ihrem vierten gemeinsamen Projekt beschäftigen sie sich mit der Null in ihren verschiedenen Facetten. Nach der Frage, was im Jahr 0 geschah und wie die Null mathematisch verortet ist, gingen ihre Überlegungen schnell in abwechselnder Folge in andere Richtungen wie die Null als Fleck verbunden mit Leonardos Macchia oder die Null als Gebärmutter. Es wurden die Fragen gestellt, ob die Gebärmutter das Zentrum der Null ist oder ob die Null mit einem schweigen verbunden werden kann. Ist die Null der Anfang der Proportionen sowie der Anfang des Computers?
Schnell wurden die Gedanken der beiden abstrakter, es wurden Nullobjekte, Nullwerkzeuge und der Nullraum gebildet.

Das Besondere ist die Art und Weise des Gedankenaustauschs der beiden.
Der Austausch erfolgt mittels Zeichnungen. Aufgrund der räumlichen Entfernung entschieden die Beiden für ihre Zeichnungen gerissene A4 Papiere, Cugar Cane – Multi Techniques von Lana und Text & Cover – vergé, 100 g/m² von Hahnemühle zu verwenden. Die beiden unterschiedlichen Papierarten ermöglichen die Verwendung unterschiedlich satter Tintenarten, wodurch das Festhalten der schnellen Idee in der Skizze genauso wie die geplante Zeichnung dargestellt werden kann.

Susanne Haun sendete Jürgen Küster ihre erste eingescannte Zeichnung am 16.11.2015 per Mail zu und gab damit den Startschuss zur Kommunikation der beiden. In unterschiedlichen zeitlichen Abständen wechselten bisher an 42 Tagen Zeichnungen zwischen den beiden.

Neben den Zeichnungen entstanden auch Objekte, die die Zeichnungen mit dem Raum verbinden sollen.

Reale Treffen der beiden Künstler außerhalb des Mails- und Telefonkontakts finden bei den Präsentationen ihrer Projekte statt.

 

 

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²Nadolny, Sten, IN Koelbl, Herlinde, Im Schreiben zu Haus, München 1998, Seite 69.

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