Fahrgäste in der S-Bahn – Skizzen von Susanne Haun

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Menschen mich in der S-Bahn beim Zeichnen beachten.

Manchmal wechseln die Fahrgäste schneller als ich sie zeichnen kann - Skizze von Susanne Haun
Manchmal wechseln die Fahrgäste schneller als ich sie zeichnen kann - Skizze von Susanne Haun

Das ist anders, wenn ich in einem Kaffee sitze und skizziere. Dort merkt mein ungewolltes Modell fast immer, wenn ich es zeichne und ist unangenehm berührt.

In der S-Bahn scheint die größte Maßgabe der Fahrgäste zu sein, möglichst keinem in die Augen zu schauen. Außerdem sitzen die Menschen dort in der Regel still. Sie haben ja auch nicht viel Platz!

7 comments

  1. Hey, ich hab das auch mal ne Zeit lang gemacht. Irgendwann hat dann so ne Tussi zu mir gesagt ich sei eine Stalkerin :-/…he? Wa wa was bin ich? Jetzt trau ich mich nicht mehr. Tolle Zeichnungen liebe Susanne, da muss ma ganz schnell und fix sein!

  2. hallo susanne, vor kurzem saß mir in der u-bahn eine frau gegenüber, welche andere reisende zeichnete. ich fand es spannend, da sie mit wenigen strichen das wesentliche abbilden konnte und schaute interessiert zu. dann begann sie mit mir und es war komisch, denn nun wurde ich ja beobachtet, nun wußte ich nicht, wo ich hinschauen sollte. eigenartig interessante erfahrung. schönes wochenende

  3. Hallo Susanne, spannend und schöne Skizzen. im ICE hat man mehr Zeit 😉
    Bisher habe ich Wohlwollen geerntet – Du scheinbar auch. Aber, dass was Bianca beschreibt kenne ich vom Fotografieren. Was ist mit dem Rechten an dem Bild?

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend – Frank

  4. Hallo, das ist wirklich unschön, Bianca, ich denke, da kann man höflich darauf hinweisen, dass man Zeichner ist und das tut, was zeichner eben seit Jahrtausenden tun und das man gerne aufhört, wenn es denjenigen stört.
    Wenn ich jemanden in der S-Bahn zeichne, Frank H., dann sehe ich ihn nie als Persönlichkeit oder Charakter, obwohl sich dass jetzt brutal anhört, sondern ich studiere die Haltung, den Ausdruck, deshalb lasse ich die Gesichter auch meistens frei. Ich kenne die Menschen ja nicht. Das konzentrierte Beobachten, dass ist das unangenehme Gefühl verursacht, dabei tasten wir doch bloß die Linien ab 🙂
    Ich kann gar nicht von Wohlwollen reden, Frank K., die Leute in der Berliner S-Bahn interessiert es nicht die Bohne, was ich mache. Jeder ist so sehr mit sich beschäftigt.
    Beim Fotografieren ist es etwas anders, denn da kann der Betrachter die Personen eindeutig identifizieren, und da muss man eigentlich Fragen, wenn man dass Foto veröffentlichen will.
    Ich wünsche euch einen schönen Samstag, Susanne

  5. Du hast völlig recht Susanne. Ich hätte schlagfertig in diesem Moment reagieren sollen aber ich war nicht vorbereitet auf so einen Blödsinn und ganz verdaddert in dem Moment. Das einzigste was ich leise sagte war :“ ich zeichne doch nur…“. Das passiert mir demnächst nicht mehr und ich werde an Deine Worte denken :-). Dir auch einen schönen Samstag und Lieber Gruss Bianca

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