Ich hätte nicht gedacht, dass es mir soviel Freude bereiten könnte, ein Herz zu zeichnen.
Das Herz ist wie eine Blume, die Adern (Zweige) führen zur Blüte (Herz).
Das ist das, was ich an „Aufträgen“ mag – sie führen den Zeichner in Richtungen, in denen er selber vielleicht gar nicht gedacht hätte.
In jedem steckt ein Dämon, heißt es in dem Gedicht von Diarmuid Johnson. Das Wort DÄMON gefällt mir gut. Es ist ein universelles, ein allgemein gültiges Wort. Dein Dämon ist noch lange nicht mein Dämon und über mein Dämon kannst du schon lange lachen, während ich an deinen Dämonen nicht mal denke! Und diese meine Gedanken flossen in die Zeichnung „In jedem steckt ein Dämon“ am unteren Ende des Bildes. Ich lies meine Gedanken zum Dämonen gleiten.
Die Dämonen
von Diarmuid Johnson
Ich lebe unter Dämonen
Dort, wo die anderen Leute nicht hinkommen.
Aber in jedem steckt ein Dämon
In einer lichtlosen Ecke seines Herzens.
Als ich klein war, brachte meine Mutter mir bei, vor dem Schlafen gehen, Gesicht, Hände und Füße zu waschen, Zähne zu putzen und zu beten. Sie lehrte mich ein einfaches Gebet: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Gott allein.“ Da ich das ungerecht fand, setzte ich immer noch Jesus hinzu.
Heute kämpft meine christliche mit der naturwissenschaftlichen Erziehung. Es sind harte DÄMONISCHE Kämpfe.
