Als ich mich entschloß, Kunstgeschichte zu studieren, dachte ich, ich hätte schon ein umfangreiches Wissen zur Thematik!
Weit gefehlt!
Ich habe ein umfangreiches Wissen, aber immer aus der Sicht des produzierenden Künstlers gesehen.
So fand ich Poincarés Definition der vierten Dimensionen sehr interessant. Ein wenig erinnerte mich das Thema an meine alten Science Fiction Bücher.
Poincaré definierte 1905 in seinem Buch „Der Wert der Wissenschaft” die Dimensionen eines Raumkontinuums als Schnitte:
„Um den Raum zu teilen, braucht man Schnitte, die man Flächen nennt […] Um die Flächen zu teilen, braucht man Schnitte, die man Linien nennt; um die Linien zu teilen, braucht man Schnitte, die man Punkte nennt; man kann nicht weitergehen, und ein Punkt kann nicht geteilt werden.”²
Kann ein Punkt wirklich nicht geteilt werden?
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²Quelle: Poincaré, Henri: Der Wert der Wissenschaft. 3. dt. Aufl. Leipzig 1921.
