Fotos aus meinem Atelier – Neues Wissen und die letzten Farbspiele – Susanne Haun

Mein Ausflug in die Farben hat mir und meinen Zeichnungen gut getan.

Manchmal stelle ich das, was ich tue in Frage. Frage mich, ob ich auf dem richtigen Weg bin, mich auszudrücken. Nach meinen Farb-Spielerein weiss ich wieder, dass ich mit meiner Zeichnung das Ausdrücken kann, was ich möchte. Die Zeichnung ist mein Medium. Ich kann in ihr kommunizieren, sie haben Kraft und Aussage. Beim Betrachten meiner Zeichnungen im Vergleich zu den Farbspielen bekomme ich die größte Einsicht.

Moderner Siedlungsbau - 20 x 30 - Pastell auf Leinwand (c) Susanne Haun
Moderner Siedlungsbau – 20 x 30 – Pastell auf Leinwand (c) Susanne Haun

Ich habe meine Farbspiele an meine Haupt-Präsentations-Wand im Galerieraum gehangen.

Der Kontrast zwischen meinen Zeichnungen und den Farbspielen ist beträchtlich und ich freue mich, meine Zeichnungen zu sehen. Sie sind nicht selbstverständlich, sie sind Teil meiner großen Arbeit, verändern sich und erzählen.

Atelieransicht (c) Foto von Susanne Haun
Atelieransicht (c) Foto von Susanne Haun

Nun wende ich mich wieder der Zeichnung zu. Ich werde meinen Vergänglichkeitszyklus für Grimma beenden aber trotzdem weiter zur Vergänglichkeit arbeiten. Ich arbeite zu intensiv an diesem Thema. Jedoch muß ich nun einen Schnitt für die Ausstellung in der Klosterkirche ziehen. Die Arbeiten wollen noch gerahmt werden. Dazu muß ich Entscheidungen treffen, was nach Grimma kommt und was nicht.

9 comments

  1. Liebe Susanne,
    habe mich jetzt mal durch die Bilder geklickt, mir gefällt da, so unterschiedlich die Sachen, die Du in Dein Atelier gehängt hast auch sind, so ziemlich alles. Besonders haben es mir natürlich die neuesten angetan und ich finde besonders das Kanzleramt und die beiden dazugehörigen sehr schön. Kanzleramt ist eine tolle Reduktion und es hat – aber das liegt wohl im Auge des Betrachters – für mich etwas leicht ironisches.
    Ansonsten finde ich die Grüne-Köpfe-Bilder (Selbstporträts?) wirklich wunderschön.

    Liebe Grüsse und einen schönen sonnigen Abend, Kai

    1. Lieber Kai,

      Die grünen Portraits sind alle Selbstportraits, auch die bordeauxfarbenden, die du mit meinen Büchern siehst. Jedes Vierteljahr findet in meinem Galerieraum ein Salon statt. Dafür lade ich immer eine/einen Vortragenden ein. Das letzte Thema war „Das Ich“ und so habe ich meine Selbstportraits gehängt. Unter diesem Link findest du die Berichte zum Salon. http://susannehaun.com/category/salon/ Der nächste Termin ist der 3. September mit dem Thema: „Warum tut jemand das, was er tut?“ von Claudia Jahnke vorbereitet. Es ist eine sehr inspirative Art der Auseinandersetzung mit einem Thema.
      Ich mag die Architektur des Kanzleramtes sehr. Sie ist von Axel Schultes und Charlotte Frank. Das Kanzleramt ist sehr fotogen und wohl überlegt gebaut und mutet an eine Schlossanlage an. Hier habe ich Fotos und ein wenig Text dazu. http://susannehaun.com/2014/06/13/das-kanzleramt-und-gordon-matta-clark-fotos-von-susanne-haun/ Ich bin Fan der modernen Architektur.
      Ich wünsche dir einen schönen inspirativen Freitag, Liebe Grüße Susanne

      1. Liebe Susanne,
        ja über Deine Salons habe ich schon bei Dir gelesen. Ich finde es wirklich klasse, was Du alles machst, vor allem, weil es immer Substanz hat.
        Die Architektur des Bundeskanzleramtes mag ich übrigens auch, habe mich damals sehr gefreut, dass das so gemacht wurde. Ich habe 10 Jahre ganz in der Nähe des sogenannten Kanzlerbungalows in Bonn gewohnt – da ist das schon ein grosser Schritt. Obwohl – auch der Kanzlerbungalow ist ja ein nicht unwichtiges Stück moderne Architektur geworden.
        Mit ‚ironisch‘ meinte ich also nicht das neue Kanzleramt selbst, sondern den Kontrast zwischen dieser offenen Architektur im Aufbruch, und dem, was da drinnen passiert, mit dem entsprechenden Personal.
        Liebe Grüsse, Kai

        1. Lieber Kai,
          ja, das Bundeskanzleramt in Bonn war damals hochmodern und ist in einer Architektur seiner Zeit gebaut.
          Ich finde es erstaunlich, wie schnell die Stile sich zur Zeit ändern. Aber wenn wir genau schauen: eigentlich liegt der Ursprung unserer heutigen Architektur immer noch im Bauhaus.
          Jetzt verstehe ich, was du mit ironisch meinst, ja — du hast Recht 🙂 !
          Nach den Klausuren und der Abgabe meines Buchmanusskripts werde ich die Einladung für den nächsten Salon vorbereiten. Ich mag den Salon und seine Regelmäßigkeit und bin auch immer wieder überrascht, was der Vorbereitende vorträgt, denn es gibt soviel Wissen in so verschiedenen Gebieten.
          Ich werde nun meine Morgenzeichnung beginnen, einen schönen Tag und liebe Grüße von Susanne

    1. Guten Morgen, Jörg, die Andersartigkeit ist im Material begründet. Pastell hat eine Intensität, die mit Tusche nur schwer zu erreichen ist. Pastell ist fast das reine Pigment!
      Auf jeden Fall hat das Material wieder großen Einzug in mein Atelier gehalten.

  2. Liebe Susanne, auch ich finde Deine Farbspielereien großartig. Und ich finde es interessant zu sehen, wie anders sie gegenüber deinen Zeichnungen sind. Ich kann deine Überlegungen und Gefühle gut nachvollziehen und damit auch deinen weg mit zeichnen. Ich bin mir sicher, dass deine Abstecher, deine Experimente dich weit vorangebracht haben und irgendwie irgendwann auch Einzug ins Zeichnen finden werden bzw. Du auf dein wirken im Rahmen der farbspielereien zurückgreifen wirst, ob bewusst oder unbewusst, ob sichtbar oder nicht sichtbar…

    1. Danke, Doreen, ich denke auch, dass diese Experimente Einzug in mein Ouvre halten. Sie sind zu intensiv, um einfach wieder beiseite geschoben zu werden. Der Tag heute beginnt schon voller Sonne und Wärme und ich werde die Morgenstunden nutzen, um zu zeichnen und zu lernen.
      Einen schönen Freitag von Susanne

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