Als ich mich entschloß, Kunstgeschichte zu studieren, dachte ich, ich hätte schon ein umfangreiches Wissen zur Thematik!
Weit gefehlt!
Ich habe ein umfangreiches Wissen, aber immer aus der Sicht des produzierenden Künstlers gesehen.

So fand ich Poincarés Definition der vierten Dimensionen sehr interessant. Ein wenig erinnerte mich das Thema an meine alten Science Fiction Bücher.
Poincaré definierte 1905 in seinem Buch „Der Wert der Wissenschaft” die Dimensionen eines Raumkontinuums als Schnitte:
„Um den Raum zu teilen, braucht man Schnitte, die man Flächen nennt […] Um die Flächen zu teilen, braucht man Schnitte, die man Linien nennt; um die Linien zu teilen, braucht man Schnitte, die man Punkte nennt; man kann nicht weitergehen, und ein Punkt kann nicht geteilt werden.”²
Kann ein Punkt wirklich nicht geteilt werden?

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²Quelle: Poincaré, Henri: Der Wert der Wissenschaft. 3. dt. Aufl. Leipzig 1921.







spannende Frage und eine spannende Umsetzung, liebe Susanne, die mich inspiriert … danke, dass du uns wieder und wieder an deinem neuen Wissen teilhaben lässt! Ich weiß das zu schätzen!
herzliche Grüße Ulli
Es freut mich, dass es dich interessiert, Ulli, es ist erstaunlich, was ein Kopf alles noch so aufnehmen kann….
Ich schaue mir gerade die Haarlempjes von Ruesdahl an….
Einen schönen Sonntagabend von Susanne
Ich gebe Ulli recht – toll, welche Fragen Du auch aufwirst. Ich werde über die Punktteilung heute wohl noch öfter grübeln… viele Grüße Birgit
Danke, Birgit, ich bin noch am lernen, die Lern-Kartei-Karten liegen um mich herum. Einen schönen Restsonntag von Susanne
…spannend… müssten wir mal vertiefen, heute jedoch gibt mein Kopf das nicht mehr her (komische Redewendung) LG Tobias
Ja, ich bin auch ganz begeistert vom Text,,,, leider habe ich auch keine Zeit im Moment für weitere Überlegungen … das ist etwas für später…
Ein Punkt ist zunächst mal ein gedachter Ort im Raum. Ohne Ausdehnung. So oder so ähnlich habe ich es mal gelernt. Insofern ist ein Punkt eigentlich nichts. Nichts, was man teilen könnte …
Linien – in der Zeichnung – sind ja in der Tat eine unglaublche Abstraktionsleistung der Hirns, weil die ja in der Realität eigentlich auch nicht wirklich existieren. Zumindest solche Konstrukte wie Umrisslinien. Und wenn ich mit dem angespitzten Bleistift einen Punkt auf mein Papier mache, ist das natürlich etwas anderes, als der gedachte Ort des Raumes, denn der Bleistiftpunkt macht diesen Ort erst sichtbar. Und die Aneinanderreihung unendlich vieler Bleistiftpunkte ergibt eine Linie.