Gestern habe ich mir endlich einen Benutzer-Ausweis für die Staatsbibliothek machen lassen.
Es will überlegt sein, 30 Euro ist der Jahresbeitrag, der aber mehr als berechtigt ist.
Nächstes Jahr möchte ich mit Monja, eine meiner Mitstreiterinnen an der Uni, das Seminar „Zeichnung und Musterbuch im Mittelalter“ besuchen möchte, ist der Besuch der Staatsbibliothek unabdinglich.
Die Seminare an der FU werden im Losverfahren vergeben. Oft sind viel mehr Anmeldungen vorhanden als Plätze zu vergeben. Ich hoffe, das Los fällt auf mich, weil ich auch plane, meinen Bachelor über dieses Thema zu scheiben. Vielleicht ist das Seminar auch nicht überlaufen, das soll auch vorkommen.
Die Staatsbibliothek ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek Deutschlands. Die Staatsbibliothek besitzt über 11 Millionen Bände. Der Schwerpunkt liegt auf geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer. Mich interessieren besonders die historischen Drucke und mittelalterlichen Handschriften.
Schon beim Schreiben freue ich mich auf meine kommenden Besuche in der Staatsbibliothek.
Von zuhause aus kann ich bequem recherchieren, was ich mir näher anschauen und was ich lesen möchte. Dazu brauche ich nur den Katalog der Staatsbibliothek unter http://www.stabikat.de aufrufen.
Die Geschichte der Staatsbibliothek ist sehr interessant. Sie kann auf der sehr interessanten Internet-Seite der Staatsbibliothek (siehe hier) nachgelesen werden. Mir wurde bei der Lektüre wieder einmal bewusst, was ein totalitäres System und ein Krieg für einen solch eindrucksvollen Bücherbestand bedeutet und welchen Schaden beide hinterlassen. Es ist erschreckend, was Macht für folgen hat und es ist erschreckend, dass das Streben nach Macht im Menschen verankert liegt.
Durch die einstige Teilung Deutschlands gibt es heute zwei Standorte der Bibliothek. Wir waren am Standort Potsdamerstraße im Scharoun Bau, der 1967 bis 1978 gebaut wurde. Es ist ein sehr eindrucksvoller Gebäudekomplex. Hier kann die Baugeschichte nachgelesen werden.
Zur Zeit läuft die Asbestsarnierung des Gebäudes. Ich habe dazu einige Fotos gemacht, die ein wenig einen Eindruck der Bibliothek heute vermitteln.
In den 80zigern hatte mein Vater als Glaser eine Menge Glasbausteine in seinem Geschäft. Ich durfte mir einige davon mit nach Hause nehmen und habe sie in meinem Zimmer als Türme geschichtet und sie als Sockel benutzt. Als ich die bunten Glasbausteine in der Biblieothek sah, musste ich sofort daran denken. Ich wählte keine farbigen Bausteine aus sondern nahm nur die durchsichtigen. Anfang des Jahres 2.000 ließen meine Eltern die Glausbausteine, die sie als langes Fenster in ihrem Haus hatten, herausnehmen und nun ist stattdessen eine große durchsichtige Scheibe im Flur. Mit der technischen Weiterentwicklung von Glas hat der Glasbaustein seine Funktion verloren.
