Letztes Wochenende war die öffentliche Baustellenbesichtigung des Berliner Stadtschloss.
Obwohl ich zuerst auf Grund der hohen Kosten ein Gegner des Wiederaufbaus war, muss ich aus den Tiefen „meiner Historikerseele“ sagen, dass es ein gutes Projekt ist. Zu 99% ist die Fassade Stadtschloss inzwischen durch Recherche in den Archiven rekonstruiert und Baupläne der Fassade erstellt. Jedoch müssen noch 55% der Spendengelder für die Fassade gesammelt werden. Bei der Besichtigung der Baustelle erhielten wir ein Berliner Extrablatt vom Schloss, dass hier bei ISSUU eingesehen werden kann. Es ist eine sehr interessante Ausgabe und mir gefielen besonders die Vergleiche des gesprengten mit dem entstehenden Schloss.
Der Rohbau ist modern nach dem Konzept von Corbusier (siehe hier Bild 3/6 des Artikels) angelegt. Wände und Treppen stnden wie ein futuristisches, morbides Werk im gestrigen Regen. Nun kann der Innenausbau beginnen. Ich mochte den Rundgang, der geboten wurde, er führte einmal im Karreé in der ersten Etage um das Schloss und jede Institution, die dort einmal Einzug halten wird, präsentierte sich. Natürlich gab es Erläuterungen zum Stand und Fortgang des Baus.
Die Rekonstruktionen der barocken Fassade war für mich am faszinierensten. Ich habe einige schnelle Skizzen des Fassadenschmucks gezeichnet. Die Figuren sind in ihrer Einfachheit schwer zu erfassen. Noch dazu wollte ich einen lebendigen und keinen starren Eindruck vermitteln.
