
Ricarda Huch wurde 1864 geboren und starb 1947. In Wikipedia steht, dass sie eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin war. Ich frage mich, ob ich sie als Kunsthistorikerin bezeichnen kann. Es gab wenige Kunsthistorikerinnen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Heute sieht das anders aus, 95% der Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte sind weiblich.
Ich habe Ricarda Huch für mich bei den Arbeiten an meinem Master entdeckt. Sie hat ein ganzes Buch zur Romantik gefüllt.
Döblin schreibt im Klappentext der 1951 erschienen Auflage:
„Sie war eine herrliche Frau mit Kraft, Geist und Mut – ihr werdet niemals ihresgleichen sehen.“
Genau das habe ich in mein Sinnbild von Ricarda Huch gelegt: Kraft, Geist und Mut! Vielleicht aber auch ein wenig Resignation? Was für ein Kampf war es wohl für sie, sich in dieser männerdominierenden Welt durchzusetzen und dahin zu gelangen, wo sie bei ihrem Tod stand? Ihre letzten Jahre waren von der inneren Emigration überschattet, in der sie sich währen des Nationalsozialismus begab.
