Romy Schneider oder Jugend – Zeichnung von Susanne Haun

Die letzten beiden Tage habe ich in der S-Bahn eine Biografie von Romy Schneider gehört. Ich habe die CD auf der Homepage einer Facebook-Bekannten Monika Elisa Schurr gefunden und sie mit großem Interesse gehört. Schade, dass ich bei einer CD keine Zeilen gelb markieren kann! Ich denke: „Das muss ich mir merken!“, aber sobald ich aus der S-Bahn steige, ist der genaue Wortlauf schon weg.

Einer meiner Lieblingsfilme mit ihr ist „Die Dinge des Lebens“ von Claude Sautet. Neben mir liegt das Buch von Alice Schwarzer „Romy Schneider – Mythos und Leben“.

Dort habe ich folgende Zeilen von Romy gefunden:
„Emanzipiert heißt für mich, sich ein anderes Glück zu erkämpfen als jenes, wofür die meisten Frauen erzogen worden sind.“

In dem Sinne habe ich vor einigen Jahren schon erkannt, das mein einziger Lebenszweck NICHT darin besteht den Mann fürs Leben zu finden. Das Leben bietet sehr, sehr viel mehr.

Aber schon mit dem Märchen Aschenputtel wird den kleinen Mädchen etwas anderes erzählt….

Jugend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten
Jugend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

2 comments

  1. Danke, liebe Susanne –

    das ist überwältigend. Selten habe ich so berührende und weise Zeilen zu einerm meiner Hörbücher gelesen.

    Nun, Romy hat viele sehr erstaunliche und kluge Dinge gesagt. Sprachlich und gedanklich war sie wohl, wenn auch etwas sehr impulsiv, gerade darum oft von frappierender Klarheit. Leider ist es ihr nur teilweise möglich gewesen, ein moderneres Frauenbild auch wirklich zu leben. So wie beinahe uns allen.

    Aber gerade daher – und das würde Schwarzer nun nicht so gern hören – rührt auch ein Großteil der Faszination, die von ihr ausging und -geht. Sie rührt neben ihrer Schönheit, Verletzlichkeit, Tragik etc. von den harschen Widersprüchen her, die sie ausmachen – und vom Angewiesensein auf den Beifall der Männer, bis zum Schluss, trozu aller Experimentierfreude und Schein-Unabhängigkeit.

    Ich hätte sie gern gekannt.

    Ein schöns Bild übrigens. Der Fall der Strähnen und Stirn / Haaransatz wirken so auf mich, als hätte hier eine bestimmte Aufnahme von Romy als Modell gedient. Aber ich mag mich irren. Was ist das für eine Technik?

    Monika Elisa Schurr

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