Das Buch von Max Beckmann gefällt mir konstant gut. Er schreibt „… wir drei Maler hatten Zeit zu einem gründlichen Disput.“. Das klingt nach einem sehr genüßlichen Streit und ich empfinde Diskussionen auch als sehr genüsslich.
Beckmann empfindet, dass die Portraits von von Marées nicht vulgär genug sind. Sie sind ihm zu äthetisch. Diese Gedanken gefallen mir natürlich und er spricht mir aus der Seele. Schöne Portraits gibt es in Mengen in den Fernsehzeitungen – besonders auf dem Titelblatt.
Es ist eine interessante, überdenkenswerte Frage:
Wie sieht ein vulgäres Portrait aus? Stehen die Augen schief? Ist es zu dick, zu dünn, zu falsch?
Ich habe mich heute von der Athene inspirieren lassen.
