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Weitere Skulpturen in Prag oder wie meine Stimmung die Skulpturen verändert – Zeichnungen von Susanne Haun

Der Bildband von Prag steht immer noch neben meiner Postkartenkiste von Hahnemühle.

Ich zeichne weiter Skulpturen aus dem Buch auf die Postkarten. Hier könnt ihr die ersten Ergebnisse sehen.

Es ist erstaunlich, wie meine Stimmung in die Zeichnung einfließt. Ich habe dieselbe Skulptur zweimal gezeichnet und einmal ist sie wütend und das andere mal distanziert. Mal sehen, irgendwann zeichne ich sie ein drittes mal, welche Stimmung sie dann ausstrahlt.

Skulptur Version 2 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 10 cm auf Hahnemühle Postkartenaquarell

Ich lese wieder im Beckmann. Vor 20 Jahren waren alle diese Weisheiten, die die Grossen wie Beckmann, Klee und Picasso Anfang des 20. Jahrhunderts schrieben für mich Gesetz, ich sog sie auf und versuchte meine Kunstwelt darum zu bauen.

Heute ist das etwas anders. Heute diskutiere ich in Gedanken mit Ihnen und verändere die Sätze so, wie ich sie sehe und bilde meine eigenen Weisheiten daraus. Ich fürchte man nennt dieses Phänomen „Alter“ aber auch Erfahrung.

„Alles muss gegenständlich bleiben. Insofern, kann man sagen, bin ich auch heute noch ein Schüler von Liebermann und Leibl. Ich will dieselbe ehrliche Gegenständlichkeit haben wie sie.“ Max Beckmann im Juli 1919

Ich möchte auch gegenständlich sein, aber ich möchte innerhalb dieser Gegenständlichkeit immer abstrakter werden. Da habe ich noch einiges vor mir aber das empfinde ich spannend. Diese Abstraktion erreicht man durch Reduzierung, Maximierung und Modellierung.

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