Ich finde Simone de Beauvoir sehr eindrucksvoll.
NICHT, weil sie als Frauenrechtlerin galt sondern wegen kleinen Zitaten, die ich mir aufgeschrieben habe, als ich das zweite mal die Einführung in ihr Leben und Werk von C.Bernd Sucher hörte.
Drei Zitate haben es mir besonders angetan.
Nach dem Studium ihr Lebensziel: „Glücklich sein und mir die Welt schenken.“ – S.d.Beauvoir
Ist das nicht mutig?
Es ist auch sehr egoistisch. Mit diesem Motto ist es ja auch klar, dass sie keine Kinder wollte. Wie kann man sich selber die Welt schenken, wenn man Verantwortung für Kinder hat?
Ist es nicht langweilig, sich ein ganzes Leben zu schenken? Wo ist die Inspiration und der Verzicht? Weis man nicht erst durch den Verzicht, den Kinder unweigerlich mit sich bringen, was es bedeutet, sich die Welt zu schenken? Wie kann man sie schätzen diese Welt, wenn man nicht einige Zeit auf sie verzichtet?
UPDATE: Bitte lest hierzu auch die Kommentare – ich denke, es war sehr arogant von mir so über Kinderlosigkeit zu sprechen!
„Mein Unternehmen war mein Leben selbst.“ – S.d.Beauvoir
Welches Unternehmen kann denn der Mensch sonst haben als das eingene Leben?
„Ich hatte mich für etwas außergewöhnliches gehalten, weil ich mir ein Leben ohne Schreiben nicht vorstellen konnte, er (Satre) lebte nur, um zu schreiben.“
Ist es nicht sehr arrogant und selbstverliebt sich für etwas außergewöhnliches zu halten? Verliert man damit nicht den Bezug zur Realität und stoppt man damit nicht die eigene Entwicklung?
Ich empfinde Simone de Beauvoir Caput mortuum mit Bordeaux.
