Betrachtungen zur Kunst · Emilia Romagna

Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Im Palazzo Vecchio haben mir besonders die Räume der Eleonora von Toledo gefallen, sie lebte von 1522 – 1562 und sie war die Ehefrau von Cosima I. de‘ Medici. Schon alleine diese Beschreibung würde meiner Fantasie freien Lauf lassen und gleich einer Seifenoper in meinem Kopf Geschichten entstehen lassen.

Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun
Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun

Die Bemalung ihrer Räume mit den „weiblichen Tugenden“ faszinierte mich völlig. Ich habe einige fotografiert und zeige sie euch hier.

Sie brauchte acht Söhne und drei Töchter zur Welt, was ganz sicher zur damaligen Zeit eine große Tugend war und sie war auch aufgrund ihrer Unterstützung vieler Künstler Florenz beliebt und hatte einen großen Einfluss. Cosimo I. ließ sie in seiner Abwesenheit als Regentin herrschen, was zur damaligen Zeit nicht üblich war.

In der Gemäldegalerie von Berlin hängt ihr Portrait von Bronzino, so dass ich den Verlust, aufgrund der vielen Menschen nicht in die Uffizien gelangt zu sein, verschmerze. Auch war die Besichtigung des Palastes ein würdiger Ersatz für die Uffizien.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

2 Kommentare zu „Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

  1. Wenn ich die Bilder von Florenz sehe, dann weckt das einen Haufen Erinnerungen in mir. Vor mehr als dreissig Jahren war ich während Monaten in all den Gassen dieser unglaublichen Stadt unterwegs. Während die historischen Gebäude und Plätze sich nicht verändert haben, hat sich die Atmosphäre nach einigen Jahren stark verändert. Es wurden viele neue Verbote aufgestellt, dass man hier nicht mehr sitzen darf und da die Maler nicht mehr erwünscht sind. Es kam mir plötzlich alles so leblos und anonym vor, was ich sehr bedauerte. Oder hat sich das inzwischen wieder geändert? Ich nehme jetzt mal an, dass du den echten Davide auch noch gesehen hast? Das Original steht ja in einem wunderbaren Licht und ich fand ihn umwerfend schön.

    Liebe Grüsse
    buechermaniac

    1. Nein, Buechermaniac, ich habe den echten David leider nicht gesehen, die Zeitfenster der Uffizien und der Academia entsprachen leider nicht unseren Zeitfenstern. Mit meinem Skizzenbuch oder der Tusche zeichnen ist kein Problem, ich brauche dazu so wenig, dass die meisten mich gar nicht zeichnend sehen. Mit Füller und Skizzenbuch stehe ich ganz einfach und zeichne und mein Tuschefläschen ist kleiner als eine Kaffetasse, ja fast wie eine Espressotasse.
      Aber das Malen überhaupt an öffentlichen „berühmten“ Plätzen ist schwieriger geworden. Da wird man selbst in Berlin weg gejagt…
      Ich war vor 15 Jahren auch schon einmal in Florenz – die Unterschiede zu jetzt waren nicht so gravierend – vielleicht war es nun noch voller….
      Im kleinen Cafe war es toll und sehr nett von der Atmosphäre.
      Liebe Grüße von Susanne

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