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Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Am Samstag Abend war ich im Salon in der Kufsteiner Strasse eingeladen.

Werner Spies las aus seiner Autobiografie „Mein Glück“ von seiner Zeit mit Picasso und Max Ernst vor.

Drei Dinge haben mich an Herrn Spies Erzählung besonders beeindruckt, ich habe mir dazu die Stichworte Tor, Schuhe und Einsamkeit gemerkt.

Schuhe Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Tor von Picassos Haus blieb lt. Herrn Spies für die meisten Leute verschlossen und er empfindet es als sehr großes Glück, dass es sich für ihn öffnete. Herr Spies hat viele Bücher, Werkverzeichnisse und Kataloge geschrieben, die durch die Türen, die sich für ihn öffneten, einen besonderen Blickwinkel besitzen.

Nach Picassos Tod erhielt Werner Spies von Jaqueline ein paar Schuhe Picassos mit noch grünen Farbspritzern. Schuhe, die Werner Spies noch an Picassos Füßen gesehen hat und die in ihm sofort Picassos Haus in Mougins und die Arbeit Picassos vor Augen erschienen ließ.

Schuhe und Uhren sind für mich stark mit der Persönlichkeit der jeweiligen  Träger verbunden und sagen auch viel über deren Lebenssituationen aus. Vielleicht sollte ich eine Protraitserie beginnen; Brustbilder und in den Händen die Schuhe der Dargestellten. Ich erforsche heute erst einmal  meine Schuhe, die Schuhe die ich noch nie anhatte, weil sie mir zu hoch sind. Die habe ich gerade zur Verfügung. Meine Mutter trug früher immer ganz hohe Pfennigabsatzschuhe, noch heute stehen sie in Reih und Glied in ihrem Schrank. Ich habe nie aufgehört mich zu fragen, wie sie in diesen Schuhen laufen kann.

Dann erzählte Herr Spies, dass Picasso sagte, dass die Einsamkeit zur Kunst gehöre. Ich denke seit Samstag darüber nach. Über die Notwendigkeit der Einsamkeit des Kunstschaffenden. Die Kunst selber ist eine lebensbeherrschende Passion, Arbeit. Da sie so viel Zeit meines Lebens in Anspruch nimmt, habe ich für viele Dinge, die „normalerweise“ in einem Leben getan werden, keine Zeit. Ich brauche zum Zeichnen und zum Denken über die Kunst das Alleine sein, die unendliche Freiheit. Ich glaube, das zieht eine gewisse Einsamkeit nach sich, ohne dass ich mich aber eigentlich einsam fühle.

For my english speaken reader:
On suterday I was in the „Salon of Kufsteiner Straße“. Werner Spies, read from his autobiography, „My Happiness“ from his time with Picasso and Max Ernst. Stayed in my head there was the words gage, shoes and loneliness. Spies talked about the spattered green shoes of Picasso that he had get as present after the dead of Picasso from Jaqueline and the luck that the gage of Picasso was opened for him.
Picasso said that is neccessary for an artist being lonely. I think the same but I entitel it „beeing allone“ with me and the art.

Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

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