Meine regelmäßigen Leser wissen es inzwischen; ich bin in Berlin Wedding geboren, habe dort 30 Jahre gelebt und erlebe den Wedding immer wieder als meine Heimat.
Und ja, ich gehöre der seltenen Spezies der Urberliner an!
Besonders gefreut habe ich mich, als 2009 die GALERIE WEDDING eröffnete. Sie ist in wirklich guten Räumen im Rathaus untergebracht und ich schaue mir immer gerne die dortigen Ausstellungen an. Zur Zeit läuft die Ausstellung „Imaginarium IV: Unter der Haut“, es werden Arbeiten in der Enkaustik Technik gezeigt.
„Die Enkaustik ist eine künstlerische Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden und hatte ihre Blütezeit in griechisch-römischer Antike. Von dem griechischen Wort enkauston „eingebrannt“ abgeleitet, war und ist sie eine sehr aufwändige Technik, deren Ergebnis allerdings für die Mühe entschädigt: noch heute beeindrucken zweieinhalbtausend Jahre alte Arbeiten durch Leuchtkraft und Frische. “ Galerie Wedding.
Ich wusste nicht, dass die Arbeiten von Jaspar Johns zum Teil in der Enkaustik Technik von ihm gefertigt wurden.
Nach dem Besuch der Galerie bin ich eine Runde gelaufen, vorbei am Leopoldplatz, der Nazarethkirche, – friedhof, meiner alten Schule und den Osramhöfen.
Die Heimat kann dreckig und auch ein wenig schäbig sein aber trotzdem verursacht sie im Körper ein kleines Glücksgefühl.
For my english speaking reader:
I was in my homeland district Berlin Wedding. I was born in Berlin and I live there my whole life.
Homeland may be dirty and shabby but it causes a happy feeling in my stomach.
