Mode und Herzblut in der Stephanskirche im Wedding – Susanne Haun

Am Freitag habe ich die Messe Herzblut in Berlin Wedding besucht. Mehr oder weniger zufällig bin ich über Facebook auf die Messe, die nur für Fachbesucher war, aufmerksam geworden.

Ich habe mich gefreut über die Messe zu schlendern und viele nette Gespräche zu führen. Natürlich beschäftigt mich immer wieder die Frage, was ich zur nächsten Vernissage anziehe. Ob das wohl typisch weiblich ist oder ob meine männlichen Kollegen auch darüber nachdenken?

Herzblut in der Stephanskirche Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun
Herzblut in der Stephanskirche Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

„Die Herzblut-Messe ergänzt die Bandbreite der Berlin Fashion Week um ein buntes Universum aus etablierten und jungen Labels, die sich durch Individualität, Qualität und Authentizität auszeichnen.“ hieß es in der Information der Veranstalter.

Es war sehr interessant, diese Mischung zu betrachten und ich finde Mode ist auch Kunst. Es ist Ausdruck der eigenen Individualität.

Auch gefiel mir der Veranstaltungsort sehr gut, denn er lag wieder in meiner alten Heimat, Berlin Wedding. Eine Modemesse in einer Kirche, in der noch aktiv gepredigt wird, zu veranstalten, gefällt mir. Die Kirche ist mir auch nicht fremd, meine Oma gehörte dieser Gemeinde an.

Zuerst ist mir Vecona Vintage (siehe hier) aufgefallen, die ihre Mode im Stil der 20ziger Jahre präsentierten. Für mich erzählt jedes Stück eine Geschichte aus der Vergangenheit. Dazu passt LOTTAS JITTERBUGS, Swing im Wedding (siehe hier). Ich kann mir vorstellen, dass es sich mit der Kleidung gut Swing tanzt. Ich bin musikalisch untalentiert, singe furchtbar gerne falsch beim Auto fahren und bewege mich asynchron. Aber vielleicht ist einer von euch ein begabter TänzerIn?

Seifert & Unger von VECONA VINTAGE (c) Foto von Susanne Haun
Seifert & Unger von VECONA VINTAGE (c) Foto von Susanne Haun

Persönlich trage ich gerne Kleider aus weich fallenden Stoffen wie Jersey. Ich mag es, dass damit die Weiblichkeit betont wird und halte nichts davon, wenn eine Frau ihre Weiblichkeit, weil besonders emanzipiert, verleugnet. Deshalb gefallen mir besonders die Kleider des Kölner Label kirsch-gruen (siehe hier). Kirsch-grün sitzt in Köln und ich trage mich mit dem Gedanken, das Kleid Alessa für meine Kölner Vernissage zu kaufen.

label kirsch-grün auf der Messer Herzblut  (c) Foto von kirsch-grün
label kirsch-grün auf der Messer Herzblut (c) Foto von kirsch-grün
Kleid Alessa vom label kirsch-grün (c) Foto von kirsch-grün
Kleid Alessa vom label kirsch-grün (c) Foto von kirsch-grün

Die Berlinerin Silvana Golisch mit Kunststoff Modedesign (siehe hier) arbeitet auch mit weichfallenden Stoffen.

Interessant fand ich auch das Label CEXN. Die Designer beschreiben ihre Arbeiten weniger als Mode als als Kostümkunst. Sie verwenden viel Draht, Kabel und Leder und gestalten den Menschen damit zur lebendigen Skulptur (siehe hier).

CEXN - Mode als Kostümkunst (c) Foto von Susanne Haun
CEXN – Mode als Kostümkunst (c) Foto von Susanne Haun

Ich bin sehr inspiriert und voller neuer Ideen nach Hause gegangen. Mal schauen, was ich im August in Köln bei meiner nächsten Vernissage tragen werde. Ich mag es in Deutschland produzierte, bezahlbare und pfiffige Mode zu tragen.

For my english reader:
On friday I visit the fashionfair „heartblood“ in a church in Berlin Wedding. I like the interesting clothes and if you will followed the links above you can see very special clothes. I think about what I will wear on my next exibition opening.

6 comments

  1. Liebe Susanne,
    ich überlege mir auch vor jedem Medienauftritt genau, was ich anziehen werde, und hole auch Rat ein. Also das ist kein frauenspezifisches Problem 😉
    Liebe Grüße dir aus dem hochsommerlichen Cley
    Klausbernd und Dina, Siri und Selma (Eis genüsslich lutschend)

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