Letzte Woche war ich in Bethanien und habe die letzten beiden Radierungen für das erste Kapitel von Klausbernd Vollmars Buch „Arktische Fantasien“ radiert.
Eigentlich ist es nun nicht mehr notwendig, nach Bethanien zu fahren und dort zu radieren, habe ich doch nun meine eigene Presse (siehe hier). Ich wollte allerdings die letzen Termine nicht absagen und ich mag auch die Kommunikation in der Druckwerkstatt. Vielleicht werde ich aufgrund dessen auch ab und an zum Ätzen in die Werkstatt fahren.
Am Donnerstag halte ich ein Referat zur Radierung an der Uni. So habe ich in Bethanien die Pressen fotografiert. Ich finde eine Radierpresse sieht sehr gut aus, ich mag die ausgeklügelte Mechanik.
Ich war noch nie in der Arktis, so sind die beiden Radierungen meine Vorstellung von der Arktis. Von Klausbernd weiß ich, dass seine Erinnerung und meine Vorstellung von der Arktis sich nicht decken. Wir werden darüber noch diskutieren, das wird sicher spannend. Für mich ist nicht nur eine reele Abbildung wichtig, denn dann kann ich ein Foto benutzen. Für mich persönlich sind die Linien in einer Radierung natürlich sehr wichtig. Klausbernd findet die Linien sehr unruhig.
Wenn ich mir die Radierung „Eisfront“ anschaue, so ist da Eis dort tatsächlich sehr dramatisch, so wie ich mir das vorstelle, wenn ich an riesigen Eisfronten vorbei fahre. Aber in der Realität ist das Eis viel glatter und ich denke, ich habe Klausbernd richtig verstanden, wenn er von einer Stille in der Weite des Eises spricht.
Einen Eindruck von Klausbernds Reise in die Aktis könnt ihr hier auf seinem Blog erhalten.
For my english speaking reader:
I like etching and these days I etch to new leafs for the arctic cycle. But Klausbernd and I discus the structure of the ice front in the second etching. I like to discus it, I never been in the arctic and I draw and etch my imagination of it.
