Manche Zeichnungen gleiten aus meiner Feder, manche kleben wie ein Kaugummi an ihr.
So ist es auch mit meinen Knochen und verwelkten Margeriten. Ich möchte die verwelkte Schönheit der Blume den Knochen gegenüberstellen.
Was macht das für einen Sinn? Ich dachte mir, dass es für die Vergänglichkeit unerheblich ist, ob ich einen nach unserer Norm Schönen und einen nach unserer Norm unattraktiven Gegenstand herausgreife!
Am Ende verwest alles. Außer Plastik … ich habe die Halbwertszeit von Plastik vergessen.
Ein Glück gib es „Herrn Google“. Ich habe auf der Seite „Wissenschaft im Dialog“ einen Interessanten Beitrag zum Thema Vergänglichkeit der Plastiktüte gefunden, sehr lesenswert, seht hier.
Wusstet ihr, dass die Deutschen 10.000 Plastiktüten in der Minute verbrauchen? Ist das nicht unglaublich!
Die Tüten haben eine Halbwertszeit von 100 – 500 Jahren, je nach Zusammensetzung.
Was bin ich froh, dass ich immer einen Stoffbeutel in meiner Handtasche habe und so gut wie nie einen Plastikbeutel kaufe!
Diese Gegenüberstellung des Plastiks zur Natur, die will ich morgen zeichnen.
Heute habe ich den Hintergrund von Version 1 noch dunkler gezeichnet. Ich bin noch nicht überzeugt von dem Blatt und lasse es ersteinmal auf meinen Arbeitstisch.
In Version 2 wollte ich die Breite des Blattes besser nutzen und auf einen Hintergrund ganz verzichten. Nun überlege ich, ob ich hier die Plastiktüte dazu zeichne oder eine dritte Version beginne. Ich tendiere zur dritten Version.
