Projekt Null · Zeichnung

Null = A – Bau –> Vergangene Tage – Zeichnung von Susanne Haun

Am Wochenende bin ich die Treppe herunter gekommen und habe im Hausflur in der „Tauschecke“ den Band 1 des Brockhaus gefunden.

Die alten Lexikas haben im Zeitalter des Internets ausgedient. Aber das jemand sich einzig von Band 1 trennt, das habe ich noch nicht erlebt. Im Erdgeschoss bei uns im Hausflur findet eine rege Tauschbörse statt. Hier landen die Gegenstände, die die Hausbewohner nicht mehr brauchen, die ihnen aber zu schade zum wegschmeissen sind. Diese Gegenstände warten darauf von anderen Hausbewohnern mitgenommen zu werden.  So hat der Brockhaus A – Bau Einzug in meine Arbeit zum Jahr Null gefunden.

 

Ein Brockhaus für das Jahr Null (c) Foto von Susanne Haun
Ein Brockhaus für das Jahr Null (c) Foto von Susanne Haun

 

Jürgen sendete mir am Sonntag drei Arbeiten, heute beantworte ich die ersten zwei Zeichnungen.

Dabei verarbeitete ich die ersten Seiten des Brockhaus. Sehr schade ist es, dass ich bevor ich mit der schwarzen Tusche arbeitete verpasste, das Druckjahr zu vermerken. Ich weiss damit nicht, von welchem Jahr der Brockhaus ist. Aber ist das wichtig?

Ein wenig finde ich, dass Jürgens verformte Nullen wie kleine Pacmans aussehen. Das hat mich amüsiert.

 

Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Das Jahr Null 08.12.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

13 Kommentare zu „Null = A – Bau –> Vergangene Tage – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Keine schlechte Idee – die Tauschbörse bei Euch im Hausflur. Vielleicht hatte der ursprüngliche Besitzer von Brockhaus Band 1 ja anfangs mal die Absicht, die ganze Reihe zu kaufen? Vermutlich werden wir es nie erfahren …

    1. Ich denke auch, dass wir es nie erfahren werden. Manchmal passieren auch witzige Sachen: ich hatte Stoff zum Tausch hingelegt, der auch sofort weg war, gestern tauchte er wieder zum Tausch auf. Mal schauen, vielleicht findet er ein zweites Mal einen neuen Besitzer!

  2. Hallo Susanne!
    Bin immer erstaunt, was Du so alles siehst. Pacmans liegen mir so fern wie Schnee am Äquator. Aber „Rudolf, der Bildhauer“ sieht ja auch in jeder Zeichnung nur Köpfe und Gesichter.
    Na ja! So ist das eben mit den Bildern im Kopf.
    Liebe Grüße Juergen

    1. Hallo Jürgen,
      es ist witzig, dass du Pacman nicht kennst, denn deine Gebilde sehen wirklich so aus wie die computererfundenen Formen. Am Anfang der Computerspieleentwicklung waren ja nur so einfache Formen möglich – die Grafiken, die man heute in den Spielen sieht, die waren ja „futuristisches Zeug“.
      Genau – so ist es mit den Bildern.
      Liebe Grüße von Susanne

  3. Die „Pacmans“ waren mir auch beim Betrachten sofort präsent. Komisch wie sich Zeichen aus der Jugendzeit im Gedächtnis festgesetzt haben und sich in den unmöglichsten Momenten wieder sichtbar machen. Bei Dir sind sie nun ebenfalls sichtbar. Sonnige Grüße Volker

    1. Ja, Volker, und wie schwierig es ist, im Alter neue Zeichen aufzunehmen und sich zu merken. Jedoch es ist wie beim Sport, je mehr der Kopf trainiert wird, desto besser funktioniert er. Ich finde das erstaunlich und es war mir nicht bewusst.
      LG von Susanne

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