In London haben wir uns in ein Hostel eingemietet.
Hostels sind sehr einfach und durch ein überaus gutes WLan-Netz gekennzeichnet. Die Küche steht für Frühstück offen. In Lissabon war das Frühstück ein lustiger Austausch von Abenteuern in unterschiedlichen Sprachen. Dem Hostel Besitzer in London ist die Bedeutung von Frühstück nicht klar, auf dem „Help yourself“ – Tisch finden wir nicht genug Marmelade für alle, aber immerhin gab es Butter für den Toast und Milch in verschiedenen Fettstufen! Die Laune lassen wir uns davon nicht verderben – es scheint die Sonne, wir sind in London und es gibt viel zu entdecken.
Das Zimmer ist gewöhnungsbedürftig: es gibt weder Haken im Badezimmer, in der Dusche oder im Zimmer. Auch Stühle oder Tische fehlen vollständig. Bett und Schrank müssen reichen. Das erste Mal in meinem Leben wird mir klar, wie revolutionär die Erfindung des Hakens ist. Da kann die Outdoor-Waschtasche noch so gut mit Bügel ausgestattet sein, wenn kein Haken da ist, dann kann man sie auch nirgendwo aufhängen!
„Der Haken ist eine geschwungen oder eckig gekrümmte Vorrichtung zum Aufhängen oder Einhaken von Objekten, meist aus Metall, Holz oder Kunststoff geformt.“ schreibt Wikepedia leider habe ich nicht herausbekommen, wann und wer den Haken erfunden hat.
Wir können nicht meckern, an sich ist es ein großes sauberes Zimmer mit Fenster, das Licht herein lässt. Das hatten wir alles schon anders! Aber da zeigt es sich wieder, es sind die kleinen unbedeutenden Dinge, die das Leben leichter machen.
Bei näherem Nachdenken ist uns eingefallen, warum die Haken nicht in London in unserem Zimmer sind, sie sind im MACBA in Barcelona (Museu d’Art Contemporani de Barcelona).
Am ersten Tag gehen wir den South Themse Walk und sind beeindruckt vom bunten Treiben dort. Das Wetter ist wunderschön und ich skizziere einen Mann, der zur Freude der Kinder riesige Seifenblasen produziert.
In einer Stadt sind wir die wenigste Zeit in unserem Zimmer wie die Fotos anschaulich dokumentieren.
