Susanne Haun

Jeder sucht seine Lücke im Raum der Unsterblichkeit – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 28. Februar 2020

 

 

Jeder sucht seine Lücke im Raum der Unsterblichkeit.

Warum sonst nehmen wir den Ärger, die prekäre Lage und die viele Arbeit des Künstlerinnen-Daseins auf uns? Aus diesen Überlegungen heraus entstand das Stillleben „Evolution“ oder auch „Stillleben mit Affe und serielle Schnittstelle“. Ich denke, es ist der Anfang einer Serie, die ich zum Thema Evolution und Unsterblichkeit erstellen möchte und die meine Gedanken dazu sortiert.

Ein wenig ärgere ich mich, dass ich den Hintergrund der Zeichnung nicht hell gelassen habe. Einige Tage habe ich darüber nachgedacht und mich für die dunkle Version entschieden. Zwischen den Fotografien ist der Wechsel der Lichtsituation in meinem Atelier gut zu sehen. So ist das Künstlerinnen Leben, bei jeder Linie, bei jeder Farbfläche sind Entscheidungen zu treffen.

Hier (klick) könnt ihr die Zeichnung auf meiner Plattform der Pariser Galerie singulart finden. Ich mag besonders die Objektbeschreibungen auf singulart, es ist, als ob ich mich auf Distanz betrachte.

 

 

An den kleinen Filmchen, wie ich zeichne, habe ich im Moment einfach Spaß. Das fast neue Stativ für mein Handy nimmt nicht viel Platz auf meinem Arbeitstisch weg und ist gut zu bedienen. Ich bin zufrieden.

 

 

20 Antworten

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  1. kunst-schaffende-BaSch-Babsi Schnabel said, on 28. Februar 2020 at 18:14

    Super Susanne, gerade auch mit Deinem Filmchen! 👌👌👌👍
    🙋Liebe Grüße Babsi

    • Susanne Haun said, on 29. Februar 2020 at 19:25

      Danke, Babsi, im Moment machen mir die kleinen Filmchen Spaß!!!!!! Liebe Grüße von Susanne

  2. gkazakou said, on 28. Februar 2020 at 19:24

    Ob es die Unsterblichkeit ist, die uns umtreibt? Mir reicht es eigentlich, mit dem was ich tue, im Einklang zu sein. Was wäre die Alternative zum Künstlersein? Liebe Grüße!

    • Susanne Haun said, on 29. Februar 2020 at 19:35

      Im Moment beschäftige ich mich viel mit Werkverzeichnissen, liebe Gerda.

      Ich unterrichte die Erstellung von Werkverzeichnissen beim bbk. Die Seminare sind immer voll. Es geht sowohl um Vorlass als auch um Nachlass in diesen Seminaren. Ich habe oft hilflose Angehörige in den Kursen, die nicht wissen, wie sie mit dem künstlerischen Erbe ihrer Lieben (Ehemänner, Väter, Ehefrauen, Mütter) umgehen sollen.

      Was passiert mit deinem Werk, Gerda? Ich kann mir schwer vorstellen, dass Petra oder Wassili es vernichten, also ist dein Werk ein Stück Unsterblichkeit?

      Ja, es ist wichtig, mit sich im Einklang zu sein. Du hast mit der Kunst eine bewusste Entscheidung getroffen. Da du mit dir im Einklang bist, warum solltest du eine Alternative suchen? Trotzdem denke ich, ist es gut, sich um sein Werk Gedanken zu machen, schon alleine, um seine Kinder nicht mit der Frage, was nun, alleine zu lassen. Was meinst du?
      Es ist ein so schwieriges Thema.
      Liebe Grüße!

      • gkazakou said, on 9. März 2020 at 16:10

        Danke! Ich mag mir tatsächlich keine Gedanken über mein Erbe machen, Susanne – weder um das künstlerische noch um alles andere. Natürlich hast du recht, dass ich es sollte, aber ich mag nicht. Weiß ich denn, was bis zu meinem Ende geschieht? Dies ist eine turbulente Epoche. Solange ich lebe, lebt meine Kunst, danach wird es zur leblosen Sache. Und wie steht schon in der Bibel? Lass die Toten die Toten begraben.

        • Susanne Haun said, on 10. März 2020 at 09:08

          Liebe Gerda, vielen Dank für deine aufrichte Antwort.
          Sie entspricht in etwas dem, was meine Mutter mir sagte.
          Ich kann mir schwer vorstellen, dass deine Kunst zu einer leblosen Sache wird. Dafür ist sie zu lebendig. Ich weiss, nach Boys tot haben viele auch seine Kunst für tot erklärt, aber sie ist heute noch da.
          Liebe Grüße von Susanne

  3. arnoldnuremberg said, on 28. Februar 2020 at 22:53

    Liebe Susanne,
    zu den beiden Titel-Zeichnungen ist meine erste freie Assoziation angesichts der Käfer: Kafkas „Verwandlung“.
    Der Vorgang womöglich evolutionär, und der Text unsterblich.
    Ja, die Künstlerin entscheidet immer wieder über Strich und Farbe, Material usw.
    In meiner beruflichen Tätigkeit geht es mir ähnlich: immer was Neues, auf jeden Moment achten, reagieren und einfach dasein, Gewünschtes ermöglichen, und das Mögliche gestalten.
    Schöne Grüße
    Bernd

    • Susanne Haun said, on 29. Februar 2020 at 19:47

      Ich mag besonders, wenn die Arbeit immer wieder etwas Neues bringt, Bernd, und neue Wege und Lösungen aufzeigt. Sehr mag ich auch den Austausch mit anderen. Ist Kunst nicht Kommunikation?
      Einen schönen Samstag von Susanne

  4. gundisword said, on 29. Februar 2020 at 10:29

    Hallo Susanne,
    ich sehe die Blümchen und freue mich auch in Deinen Zeichnungen auftauchen :-).
    Schönes Wochenende wünscht Dir Gudrun

    • Susanne Haun said, on 29. Februar 2020 at 19:50

      Hallo Gudrun,
      Deine Blümchen haben mir viel Freude gemacht 🙂
      nun sind sie verwelkt und ich schaue mal, was ich jetzt in die Vase hinein mache, Blümchen oder Stifte 🙂 😉
      Dir auch ein schönes Wochenende von Susanne

  5. juergenkuester said, on 29. Februar 2020 at 15:27

    Das mit der Unsterblichkeit und der Suche nach der Lücke mag für einige gelten. Mir reicht die künstlerische Beschäftigung mit der Endlichkeit. Liebe Grüße

    • Susanne Haun said, on 29. Februar 2020 at 19:55

      Lieber Jürgen, schau mal, was ich auf Gerdas Kommentar zum Thema geantwortet habe. Das könnte ich fast genauso auf deine Antwort schreiben.
      Was passiert mit deiner künstlerischen Beschäftigung mit der Endlichkeit? Ich kann mir schwer vorstellen, dass deine Kinder dein Werk vernichten werden.
      Liebe Grüße

      • juergenkuester said, on 1. März 2020 at 19:21

        Na, da bin ich mir nicht so sicher. Wir hatten ja schon mal einen Sterbefall in der Ateliergemeinschaft, und ich habe da sehr konkret miterlebt, was von der Unsterblichkeit geblieben ist.
        Den Kommentar werde ich natürlich lesen.
        Liebe Grüße

        • Susanne Haun said, on 5. März 2020 at 15:37

          Ja, ich weiss, Jürgen und ich erinnere mich, was du alles davon erzählt hast. Eine schwierige Situation die in Berlin kontrovers diskutiert wird. Nächste Woche in der Galerie Barbara Thumm. Ich bin schon sehr neugierig auf die Diskussion.
          LG

  6. meereskindblog said, on 29. Februar 2020 at 23:19

    Klasse!

  7. Sabine said, on 2. März 2020 at 10:46

    Liebe Susanne, dein Beitrag hat mich auch sehr nachdenklich gemacht. Ich verstehe dich nur zu gut hier mit dem, „einen Strich, Flecken Dunkelheit zu viel gemacht“. Ist es jetzt gelungen? Kommt es an?
    Es sind ja auch unterschiedliche Lebensphasen/-situationen hier bei den Diskussionspartnern. Wie ich zum Beispiel, im Ruhestand und kann mich in der Kunst ausleben; stehe nicht mehr unter dem Auftragsdruck….; auch rückschauend auf mein ehemaliges Berufsleben (Termine, Empfehlungen, ZDF – Zahlen, Daten, Fakten). Zum Glück aus diesem Hamsterrat raus.

    Tja, und der eigene Werksbestand…., man produziert ja weiter. Ich will mich mehr auf Unikate festlegen. Wobei das in der Druckgrafik auch verleitet, man will andere Farbvarianten versuchen und hat dann doch immer eine kleine Auflage.
    Mein Thema ist für die Zukunft, Unikate und damit Reduzierung von Arbeiten. Sichtung älterer Arbeiten, die ggf. dem Papierkorb zur Verfügung gestellt werden. Hmm, das Trennen schmerzt auch.

    Viel Freude bei deinem weiteren Schaffen….
    Liebe Grüße

    Sabine

    • Susanne Haun said, on 5. März 2020 at 15:42

      Liebe Sabine,
      ich bin auch am wegschmeissen von Arbeiten. Manchmal treffe ich da Entscheidungen, die ich 5 Jahre später bedauere. Heute im Zeitalter der Digitalisierung bleiben ja auch die entsorgten Arbeiten als Foto bestehen.
      Ich arbeite gut an meinem Werkverzeichnis weiter.
      Danke für deinen langen Kommentar von Susanne

  8. nicoodersoo said, on 9. März 2020 at 15:28

    Was für unglaublich tolle Kunstwerke und by the way, super text 😜


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