Susanne Haun

Ein Werkverzeichnis anlegen, Seminar des bbk Berlins, Dozentin: Susanne Haun

Posted in bbk Bildungswerk Berlin, Workshop by Susanne Haun on 14. Juli 2020

 

 

Atelier am Sonntag, den 27.8.2017

Atelier am Sonntag, den 27.8.2017

 

Kennt ihr das, liebe Künstlerinnen und Künstler?

 

Die Sorge nach dem Verbleib des eigenen Werks nach dem Tod?

 

Ein schweres Thema!

 
 

Der bbk bietet mit mir als Dozentin am Montag, 27.07.2020 von 12-18 Uhr für nur 40 Euro pro Person ein Seminar zum Thema Werkverzeichnis an.

Es sind noch Plätze frei.

Auf der Seite des berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V. könnt ihr euch, wenn ihr dem Link zur Seite des Verbands folgt, anmelden:
 

Montag, 27. Juli.2020 von 12-18 Uhr

Ein Werkverzeichnis anlegen
bildungswerk des bbk berlin (Bund Bildener Künstler Berlin), Köthener Str. 44, 10963 Berlin (Seminarraum, 3. Etage, Fahrstuhl)

Wie baue ich ein Werkverzeichnis auf und bei welchen Anbietern kann ich so kostengünstig wie möglich meine Daten ablegen? Wie sollten Künstler*innen vorgehen, um ihr Werk übersichtlich zu erfassen?

Im ersten Teil des Seminars sprechen wir über die Informationen, die ein Werkverzeichnis enthalten sollte und im zweiten Teil über verschiedene Software, die es auf dem Markt gibt, um Daten in ein Werkverzeichnis aufzunehmen.

Als Beispiel werden verschiedene Lösungen mit unterschiedlichsten Aufwand und Kosten vorgestellt, u.a. die kostenlose EXCEL- Alternative in OpenOffice 2019 sowie das Datenbanksystem Ninox.

In diesem Seminar können die Teilnehmerin und Teilnehmer ihren eigenen Laptop mitbringen. Der bbk stellt bei Bedarf Leihgeräte zur Verfügung.

Gemeinsam installieren wir die kostenlosen Open Source Programme, die dem Microsoft Office Paket entsprechen und legen eine Tabelle für unser Werkverzeichnis mit Hilfe des Programms Calc an. Calc entspricht in den Funktionen Excel.

Am Ende des Workshops unternehmen wir einen kleinen Diskurs und schauen uns an, welche Vorteile / Nachteile ein Datenbanksystem (Beispiel Ninox) bringen würde. Gemeinsam legen wir ein Test-Account beim Datenbank Anbieter Ninox an und erstellen Felder für eine Tabelle für unser Werkverzeichnis.

In beiden Systemen erfassen wir Beispieldaten und schauen uns an, welche Optionen wir im jeweiligen System zum Druck unseres Werkverzeichnisses haben und diskutieren Vor- und Nachteile.

Der Kurs findet ab 4 Anmeldungen statt, maximale Teilnehmerzahl 5 Anmeldungen, Kursgebühr 40 Euro.
Bitte über das Bildungswerk des bbk hier (KLICK) anmelden.

 

Seminar Werkverzeichnis anlegen, Sozentin Susanne Haun beim Bildungdswerk des bbk Berlin

 

 

13 Antworten

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  1. arnoldnuremberg said, on 14. Juli 2020 at 17:46

    Gute Wünsche!

  2. juergenkuester said, on 15. Juli 2020 at 07:01

    Liebe Susanne! So ein Werkverzeichnis, auch ich sortiere und dokumentieren meine Ergebnisse, ist n bestimmten Fällen sicherlich sinnvoll. Was ist denn mit den Künstlern, die bewusst darauf verzichten? Was ist mit denen, die sich an einem solchen energetischen Akt nicht beteiligen wollen?
    Liebe Grüße,Juergen

    • Susanne Haun said, on 18. Juli 2020 at 06:03

      Lieber Jürgen,

      bei Künstlern, die bewusst auf ein Werkverzeichnis verzichten, gibt es zwei bis drei Möglichkeiten:
      1. Deine Erben legen für deine Kunst ein Werkverzeichnis an, um sich bei Institutionen um Aufnahme deines Werks zu bewerben
      2. Deine Erben / Freunde verteilen (verschenken) dein Werk, der „Rest“ der übrig bleibt wird zerstört, gelagert, gerät in Vergessenheit
      3. Die Erben zerstören das Werk des Künstlers, um sich nicht zu belasten.
      4. Ohne Werkverzeichnis gerät der Künstler schneller in Vergessenheit.

      In deinem Fall würde ich vorschlagen, dass du dich wenigstens um ein digitales Vermächtnis kümmerst, das sichert, dass die Passwörter für deine Internetpräsenzen vorhanden sind und das klärt, dass die Kosten für deine Internetpräsenz weiter gezahlt werden. So bleibt dein Werk digital bestehen.

      Ich promoviere nun an der Universität der Künste Berlin zum Thema Werkverzeichnis, darf ich deine Zeilen zum Werkverzeichnis als Beispiel verwenden?

      Liebe Grüße von Susanne

      • juergenkuester said, on 18. Juli 2020 at 07:55

        Liebe Susanne!
        Fangen wir hinten an: meine Zeilen darfst Du für Deine Arbeit verwenden.
        Ja, ich werde bewusst auf ein Werkverzeichnis verzichten, da ein öffentliches Interesse durch Institutionen nicht besteht und mein Arbeiten auch gar nicht in diese Richtung zielt. Ich scheue auch den energetischen Aufwand zu seiner Erstellung . Da kann ich meine Kräfte wirklich in für mich sinnvollere Bereiche lenken.
        Ob mein Werk in Vergessenheit gerät ist nicht bedeutend. Und wenn es nach meinem Ableben verschenkt wird, freut es mich. Und wenn es zerstört wird, tja, dann geht es den Weg alles Irdischen. Wir, unserer Tun, unsere Werke, die Erinnerung werden im Lauf der Jahre und Jahrzehnte vergehen und verschwinden. So ist das.
        Ein Werkverzeichnis bedeutet Bilanzierung im Blick nach hinten. Dafür arbeite ich nicht. Auch nicht für den Kunstmarkt. Ich arbeite, weil ich auf diesem Wege im Hier und Jetzt für mich etwas klären kann. Das ist der Sinn meines kreativen Tuns. Und in dem ich es tue, vergewissere ich mich, das ich bin. Ob ich in Zukunft sein werde, ist dabei ohne Bedeutung.
        Mein Gott, jetzt bin ich vom Thema Werkverzeichnis in grundsätzliche Überlegungen zum Leben und der Kunst nach unserem Leben abgegleitet. Hat wahrscheinlich auch mit der anstehenden „Buchalovs Tour“ zu tun, denn die Tour fängt ja immer schon vor der Tour an.
        Liebe Grüße,
        Schönes Wochenende
        Jürgen

        • Armin said, on 18. Juli 2020 at 10:02

          Lieber Jürgen,

          vielen Dank für Deinen Kommentar, er stimmt in vielem mit meiner Einstellung überein.

        • Susanne Haun said, on 22. Juli 2020 at 06:16

          Lieber Jürgen,

          ich verstehe sehr gut, dass du die viele Arbeit an einem Werkverzeichnis scheust und dich lieber deiner Kunst widmen willst.

          Ich sehe das Werkverzeichnis eher als Reflektion als als Bilanzierung. Ich habe Freude daran, Werke aus der Vergangenheit zu entdecken, mich zu fragen, was meine Beweggründe waren und inwiefern ich mich oder die Beweggründe geändert haben.

          In meiner Promotion werde ich mich fragen, was ein Werkverzeichnis geschichtlich bedeutet, wie diese Form der Autorenschaft entstand, wie die Digitalisierung Form und Inhalt des Werkverzeichnisses ändert und so weiter 🙂
          Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Buchalov Tour,
          Susanne

  3. Armin said, on 15. Juli 2020 at 07:48

    Ich frage mich, was ein Werkverzeichnis nützt – wenn Du allein bist, muss sich jemand um den Nachlass kümmern. Wer soll das machen? Denn das kostet Geld, ebenso wie der Raum, in dem der Nachlass gelagert werden soll. Geld, was möglicherweise nicht da ist. Wenn Du Familie hast, ist so ein Nachlass zuerst mal eine Belastung für die Zurückgebliebenen. Wohin damit? Wer kennt sich aus? Wer könnte sich langfristig überhaupt dafür interessieren? Es bleibt also mit oder ohne Werkverzeichnis ein Problem. Was passiert mit dem Werk, wenn Du in einem gemieteten Atelier gearbeitet hast? Das muss ja so schnell wie möglich geräumt werden. Natürlich sollte man sich so früh wie möglich Gedanken machen, aber es gibt, je nach Größe & Umfang des Werkes, keine Möglichkeiten, die langfristig keine Kosten verursachen. Wir haben hier im Saarland das Institut für aktuelle Kunst, welches sich um Nachlässe kümmert. Aber auch nur, wenn Du als Künstler zeitlebens ein Werkverzeichnis angelagt hast. Dann werden höchstens eine handvoll arbeiten für das Nachlassmuseum ausgewählt; was mit dem Rest passiert, ist auch wieder das Problem das Künstlers.

    • Susanne Haun said, on 18. Juli 2020 at 06:10

      Hallo Armin,
      Ich verstehe deine Sorge sehr.
      Vielleicht hat mich gerade diese Sorge dazu getrieben, das Werkverzeichnis als mein Promotionsthema zu nehmen.
      Leider ist wie bei so vielem im Leben alles immer eine Frage des Geldes.
      Ja, das Werk der Künstlerin, des Künstlers kann zur Belastung werden.
      Du hast recht, um dein Werk unterzubringen, benötigst du auf jeden Fall ein Werkverzeichnis. Ohne Werkverzeichnis ist es sehr schwer, etwas unterzubringen.
      Wie ich schon bei Jürgen schrieb, für Künstlern, die bewusst auf ein Werkverzeichnis verzichten, gibt es zwei bis drei Möglichkeiten:
      1. Die Erben legen für deine Kunst ein Werkverzeichnis an, um sich bei Institutionen um Aufnahme deines Werks zu bewerben.
      2. Deine Erben / Freunde verteilen (verschenken) dein Werk, der „Rest“ der übrig bleibt wird zerstört, gelagert, gerät in Vergessenheit
      3. Die Erben zerstören das Werk des Künstlers, um sich nicht zu belasten.
      4. Ohne Werkverzeichnis gerät der Künstler schneller in Vergessenheit.

      Wie bei Jürgen würde ich auch in deinem Fall vorschlagen, dass du dich wenigstens um ein digitales Vermächtnis kümmerst, das sichert, dass die Passwörter für deine Internetpräsenzen vorhanden sind und das klärt, dass die Kosten für deine Internetpräsenz weiter gezahlt werden. So bleibt dein Werk digital bestehen.

      Ich promoviere nun wie geschrieben an der Universität der Künste Berlin zum Thema Werkverzeichnis, darf ich deine Zeilen zum Werkverzeichnis als Beispiel verwenden?

      Liebe Grüße von Susanne

      • Armin said, on 18. Juli 2020 at 10:01

        Liebe Susanne,
        vielen Dank für Deine Anwort! Ich habe mich schon vor Jahren entschieden, kein Werkverzeichnis anzulegen. Würde auch keinen Sinn machen, viele Arbeiten aus meinen Anfängen sind nicht dokumentiert (auch wenn ich sie z. B. verkauft oder verschenkt habe).

        Ich bin mit dieser Problematik sehr gut vertraut, da ich von einigen verstorbenen saarländischen Künstlern weiß, deren Werk nach & nach vergessen wird. Auch wenn sie zeitlebens in der Region gut vernetzt, bekannt & etabliert waren. Wenn die Generation ihrer Sammler älter wird & gestorben ist, wird auch das Werk nach & nach vergessen. Ich glaube nicht, dass ein Werkverzeichnis etwas daran ändern würde.

        Leider habe ich allerdings noch keine Idee, was mit meinen Arbeiten passieren könnte, wenn ich mal nicht mehr unter den Lebenden weile. Hin & wieder mache ich temporäre Wandmalereien für Ausstellungen, die später übermalt werden. Für mich ist das sehr erleichternd, es geht mir sowieso meistens um den Prozess. Bilder sind für mich Zwischenergebnisse. Die Vergänglichkeit gehört dazu, ist inhärent. Ich brauche nichts zu transportieren, nichts zu lagern & fange bei der nächsten weißen Wand wieder von vorne an. Wenn ich damit genug Geld verdienen könnte, würde ich überwiegend ephemere Arbeiten machen, mein Lager quillt über & ich weiß nicht, wohin mit den Bildern. Außer immer wieder ältere Bilder zu übermalen. Da wären wir wieder beim Prozess.

        Anbei der Link zu meinen Wandmalereien: http://art.arminrohr.de/tag/wandmalerei/

        Die Idee des digitalen Vermächtnisses finde ich sympatisch. Eine unverbindliche Spur – aber natürlich auch mit Kosten verbunden (im Falle meines Blogs, beziehungsweise meiner Webpräsenz).

        Ich bin da ganz bei Jürgens Antwort, er spricht mir da aus der Seele.

        Meine Zeilen darfst Du gerne verwenden.

        Lieben Gruß

        Armin

        • Susanne Haun said, on 22. Juli 2020 at 06:30

          Guten Morgen, Armin,
          die Kosten für das digitale Werkverzeichnis sind viel geringer als die Kosten für die Aufbewahrung des gesamten Werks. Dadurch, dass du im öffentlichen Raum zu sehen bist, wirst du sicher weniger schnell vergessen.
          Nach dem Kulturschutzgutgesetz, § 7 http://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__7.html , wird wohl oft entschieden, welche Kunst archiviert wird. Ich fand die Kürze des Gesetzes interessant.
          Hier ist zu diskutieren, was diese Kriterien bedeuten und wie sie angewendet werden.
          Einen schönen Tag von Susanne

  4. juergenkuester said, on 18. Juli 2020 at 10:44

    Liebe Susanne!
    Wie Armin schon schreibt: ein digitales Vermächtnis ist sicher ein Gedanke, den man weiter verfolgen sollte. Aber auch hier entstehen Kosten, die von den Verbliebenen zu tragen sind, die Pflege des Digitalen bleibt als Aufgabe und im Meer des Digitalen löst sich auch dort die Erinnerung im Lauf der Zeit auf. Aber: es ist ein Gedanke, der zu prüfen ist.
    Liebe Grüße
    Jürgen

    • Susanne Haun said, on 22. Juli 2020 at 06:32

      Wie schon bei Armin geschrieben, Jürgen, sind die Kosten bei einem digitalen Auftritt sehr viel geringer als bei einem Archiv deiner „realen“ Kunst.
      Was das bedeutet ist zu überlegen.
      Es ist auch nicht so einfach, ein digitales Archiv immer auf den neusten Stand zu halten. Es fallen updates an etc. etc.
      LG von Susanne


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