Nachdem der Krieg zwischen Medb und Dáire beschlossen war, riefen Medb und Ailill ihre Truppen zusammen. Auch ihre Weisen und Druiden wurden um Rat gefragt.
Fedelm, eine Dichterin und Seherin von Connacht sprach:
„Ich sehe sie blutrot, ich sehe sie rot.“
Viermal bat Medb die Seherin zu sagen, wie sie sie und Ailill Heerscharen sehe und viermal sagte die Seherin die selben Worte. Medb fand, dass das nichts schade, der Krieg ist eben blutig.
Lt. Minois haben die heutigen Hellseherinnen ein neues „Berufsbild“; die Wahrsagerinnen haben erkannt, das sie eher die Rolle von Psychologinnen und Trösterinnen übernommen haben, die wie Horoskope stereotype Vorhersagen geben.
Aber regen Seherinnen nicht auch heute unsere Fantasie an? Gibt es nicht tief in unserem Inneren einen kleinen Gedanken, dass manche Menschen eine besondere Gabe haben und die Zukunft vorhersagen können?
