In Sofies Welt habe ich heute vom Philosophen Empedokles gelesen. Er war der erste, der glaubte, dass die Natur vier Wurzeln (Elemente) hat: Erde, Luft, Feuer und Wasser.
Darüber denken wir nicht mehr nach. Wir nehmen das als Tatsache hin. Einer der Vergleiche, die vom Autor angeführt werden, dagegegen protestiere ich!
„Wir können das vielleicht mir einem Kunstmaler vergleichen. Wenn er nur eine Farbe hat – Rot zum Beispiel -, dann er keine grünen Bäume malen. Aber wenn er Gelb, Rot, Blau und Schwarz hat, kann der viele Hunderte von verschiedenen Farbend malen, weil er die Farben in verschiedenen Verhältnissen mischt.“ Jostein Gaarder in Sofies Welt
Formal gesehen ist das natürlich richtig. Aber kommt hier nicht die Phantasie des Menschen ins Spiel? Ich habe meine Rolle mit nur einer einzigen Farbe gezeichnet —- ist sie nicht trotzdem voller Farben? Ist es nicht Aufgabe des Betrachters, sich in seiner Phantasie die Farben vorzustellen, die er mag und möchte? Ist es nicht eine der Aufgaben der Kunst die Phantasie zu beflügeln? Und wenn ich schon konkret in der Darstellung werde, dann will ich dem Betrachter doch die Freiheit der Farbe lassen!
