Vertrockneter Hibiskus – Zeichnung von Susanne Haun

In meiner Küche vertrocknete langsam ein roter Hibiskusstengel. So vertrocknet ist er viel ausdrucksstärker und paßt auch viel besser zu meinem aktuellen Hörbuch, was mich gerade fasziniert: „Der letzte Weynfeldt“ von Martin Sutter.

Die Hibiskusblüten scheinen mir wie Tiermäuler, die sich nach ihrem Fressen neigen. Das Rot ist durch den Trocknungsvorgang schon deutlich heller geworden und trotzdem noch sehr dominat.

Entstehung vertrockneter Hibiskus Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung vertrockneter Hibiskus Zeichnung von Susanne Haun

Zuerst habe ich nur Caput mortuum Tusche benutzt, das erschien mir dann nicht rot genug und so fügte ich noch Linien mit Krapprot hinzu. So gefällt es mir noch besser.

Vertrockneter Hibiskus - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten
Vertrockneter Hibiskus - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Der „letzten Weynfeldt“ von Winter handelt unter anderem von Kunst und ich weiß an vielen Stellen nicht, ob ich jetzt weinen oder lachen soll.

Er handelt vom Regisseur, der seit zwei Jahren sein Drehbuch schreibt und jeden Tag der zwei Jahre kurz vor der Vollendung steht, vom Kunstmaler, der ein so brillianter Techniker ist, dem es aber nicht gelingt, seine Handschrift zu finden, von der genialen Diebin und von dem alten Vermögenden, der alles Geld an der Börse verzockt hat und sich nach und nach von seinen Gemälden trennen muss. Geschichten über Geschichten und alle verbunden in einem Handlungsstrang, fast so wie der Hibiskuszweig, viele charakteristische Blüten und alle mit einem Zweig verbunden.

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