Selbstportraits haben für mich immer eine klärende Wirkung.
Manchmal male ich sie „aus einem Blick“ heraus, d.h. ich habe viel erlebt und sehe es zufällig im Spiegel in meinen Augen und will diesen Augenblick festhalten, möchte mich an diesen Augenblick erinnern. So sind im laufe der Jahre eine vielzahl Selbstportraits entstanden. Siehe hier.
Heute bin ich zufällig beim Stöbern durch die Online-Monopol auf folgenden Artikel über den Künstler Danh Vo gestossen.
„Danh Vo verarbeitet in der Kunsthalle Basel sseine Biografie zu unsentimentaler Konzeptkunst“
Ich war nach dem „Konsum“ beider Links zuerst erstaunt, dann nachdenklich, überrascht und erfreut.
„Alles wird heute im Kunstbetrieb so schnell verstanden“ sagte Danh Vo, warum es aber wirklich gehe, sei „genau hinzusehen“.
Egal, was ich für Kunst betrachte, genauer zu sehen scheint für mich die Grundvoraussetzung des Verstehens. Wenn ich etwas durch intensive Betrachtung nicht verstehe, dann bin ich gezwungen, immer wieder zu schauen, denn es kann ja sein, dass ich durch die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, später ein Stück mehr sehe!
