In der Radierung unterscheiden wir das chemische und das mechanische Verfahren: ich mag in DER REGEL lieber die chemischen Verfahren. Das hängt mir der Kraft zusammen, die mich mechanische Arbeiten kosten würden.
Beim chemischen Verfahren, der Strichätzung und fortführend der Aquatinta, entstehen durch stufenweise Ätzung (Flächen, die heller bleiben sollen, müssen bei weiteren Ätzvorgängen mit Asphaltlack abgedeckt werden) können starke Hell-Dunkel Kontraste erreicht werden.
Bei der Kaltnadel wird die Zeichnung direkt mit der Radiernadel in die Metallplatte gebracht und nicht durch Säureeinwirkung. Das ist sehr anstrengend und die Linien werden viel eckiger.
Bei der heute gezeigten Blume von mir habe ich zuerst eine Strichätzung und dann zur Verstärkung einiger Stellen einige Kaltnadellinien angebracht.
Das Ergebnis, die Zinkplatte, dieser Radierung ist wiedrum der Begin für die Aquatinta Radierung, die ich darauf anlege. Bevor ich mit der Platte weiterarbeite und den jetzigen Zustand „zerstöre“ werde ich noch einige Abzüge mit schwarzer Kupferdruckfarbe erstellen. Ihr werden erstaunt sein, wie anders die schwarzen Abzüge im Gegensatz zu den farbigen aussehen.
