Susanne Haun

Zwei verschiedene Wege: Blume – Strichätzung und Kaltnadel von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Radierung, Zeichnung by Susanne Haun on 4. September 2011

In der Radierung unterscheiden wir das chemische und das mechanische Verfahren: ich mag in DER REGEL lieber die chemischen Verfahren. Das hängt mir der Kraft zusammen, die mich mechanische Arbeiten kosten würden.

Beim chemischen Verfahren, der Strichätzung und fortführend der Aquatinta, entstehen durch stufenweise Ätzung (Flächen, die heller bleiben sollen, müssen bei weiteren Ätzvorgängen mit Asphaltlack abgedeckt werden) können starke Hell-Dunkel Kontraste erreicht werden.

Eine Zeichnung ist die Grundlage meiner Strichätzung - Foto von Susanne Haun

Eine Zeichnung ist die Grundlage meiner Strichätzung - Foto von Susanne Haun

Bei der Kaltnadel wird die Zeichnung direkt mit der Radiernadel in die Metallplatte gebracht und nicht durch Säureeinwirkung. Das ist sehr anstrengend und die Linien werden viel eckiger.

Bei der heute gezeigten Blume von mir habe ich zuerst eine Strichätzung und dann zur Verstärkung einiger Stellen einige Kaltnadellinien angebracht.

Zinkplatte nach der Ätzung - Foto von Susanne Haun

Zinkplatte nach der Ätzung - Foto von Susanne Haun

Das Ergebnis, die Zinkplatte, dieser Radierung ist wiedrum der Begin für die Aquatinta Radierung, die ich darauf anlege. Bevor ich mit der Platte weiterarbeite und den jetzigen Zustand „zerstöre“ werde ich noch einige Abzüge mit schwarzer Kupferdruckfarbe erstellen. Ihr werden erstaunt sein, wie anders die schwarzen Abzüge im Gegensatz zu den farbigen aussehen.

Im Hintergrund eine Portraitradierung von mir - Foto von Susanen Haun

Im Hintergrund eine Portraitradierung von mir - Foto von Susanen Haun

4 Responses

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  1. Armin said, on 5. September 2011 at 07:15

    Ich muss zugeben, ich bin ein wenig neidisch.

    Das letzte Mal radiert habe ich vor ca. 15 Jahren. Damals noch an der HBK. Mit Freude. Seit dieser Zeit hatte ich eigentlich keine Möglichkeiten mehr. Einzig der Linoldruck oder die Monotypie betreibe ich gelegentlich.

    Sieht gut aus!

    • susannehaun said, on 6. September 2011 at 05:55

      Danke, Armin, ja es macht Freude mit dem Radieren und es zwingt zum nachdenken und konzentrierten Arbeiten. Das gefällt mir. Linoldruck mag ich auch. Da arbeite ich nach der verlorenen Form.
      Grüße aus Berlin von Susanne

  2. sven brauer said, on 4. Februar 2012 at 15:49

    Klasse!
    Toll, wie emsig Du an Deinen Büchern arbeitest!
    Ich kam gar nicht mit dem Lektor und den ganzen Vorgaben zurecht und habe das Projekt Lehrbuch abgebrochen….

    • susannehaun said, on 5. Februar 2012 at 09:57

      Guten Morgen Sven,
      aber du stehst doch schon in der Vorankündigung?
      Ich dachte, es ist schon alles gelaufen und der Lektor und du habt eure Arbeit beendet?
      Grüße von Susanne


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