Nun beginnt die Arbeit mit den fertigen Radierplatten von „In der Ferne„.
Gestern habe ich zwei weitere Platten für die Radierung „In der Ferne“ geätzt. Oft wird eine kolorierte Radierung als Farbtechnik der Radierung bezeichnet. Das ist falsch, eine farbige Radierung besteht entweder aus mehreren Platten, die übereinander gedruckt werden oder aus einer Platte, die mit verschiedenen Farben eingeschmiert wird.
Ich habe mich bei der Arbeit „In der Ferne“ entschieden, drei Platten übereinander zu drucken. Für mich war von vorne herein klar, dass ich einen Streifen und die Fahnen im Boot gerne rot färben möchte. Ich hätte nur diese in die Platte äzten brauchen, aber das war mir zu langweilig und so ätze ich auch noch ein wenig roten Himmel und ein wenig rotes Wasser.
Nachdem ich auch die dritte Platte geätzt habe, drucke ich den ersten Probedruck; er ist mir zu rot, da habe ich nicht richtig ausgewischt! Beim nächsten Probedruck wische ich dir Farbe stärker aus und benutze statt ocker ein dunkles gelb. Da ich die Platte davor nicht saubergemacht habe, vermischt sich das gelb mit dem noch vorhandenen ocker.
Da der Tag nur 24 Stunden hat, verschiebe ich das weitere Ausprobieren von Farbkombinationen auf ein nächstes mal.
Heute sind auch die Gesamtkataloge vom Edition Michael Fischer Verlag von 2012 angekommen. Der „Aha“ Effekt der Postboten, wenn sie merken, dass ich die bin, die nur drei Minuten entfernt wohnt, sind immer herrlich …. nach den Anfangsschwierigkeiten, bekomme ich nun meine Pakete, ob privat oder geschäftlich dorthin, wo ich gerade bin! Ich freue mich über die Ankündigung meines Buches „Die Kunst der Radierung“.
