„“Ich“ ist ein allgemeiner Begriff, in dem nur enthalten ist, dass ein Sprecher in seinem Gebrauch auf sich selbst verweist.“²
In meinem Blog verwende ich grundsätzlich das „Ich“ auch meine Künstlerintention ist mit dem eigenen „Ich“ beschrieben. Denn in beiden verweise ich auf mich selber.
In meinen wissenschaftlichen Hausarbeiten für die Uni benutze ich auf keinen Fall das „Ich“. Meine Schlussfolgerungen in den Hausarbeiten sollen allgemeingültig sein und auf Forschungsergebnisse basieren.
Mit der verwendung des Wortes „Ich“ nach der obigen Definition, die auf Hegels „reines Ich“ zurückführt, kann ich nicht meine eigene Existenz beschreiben.
Ich finde es hier an dieser Stelle sehr schwer, Hegel nachzuvollziehen.
An dieser abstrakten Reinheit des Ichs nimmt Kierkegaard Anstoß.
„Die Existenz des Einzelnen ist das Dasein eines lebendigen Widerspruchs, „weil sich das Existieren nicht denken läßt und der Existierende doch nur denkend ist.“²
Ich glaube dem Buch zu entnehmen, dass eine Gegenüberstellung der Positionen der „Identität von Sein und Denken“ und „dem konkreten Interesse des Existierenden an sich und seinem In-der-Welt-Sein“ vorgenommen wird.
Mit diesen Überlegungen im Kopf habe ich meine Selbstportrait Collage rein zeichnerisch ohne ein Foto begonnen. Ich begann mit dem Gegenüberstellen der beiden Ichs. Meine Selbstportrait Collage ist 65 x 50 cm groß. Sie fällt gegenüber den 50 Einzelblättern der Größe 25 x 25 cm schon durch ihre Größe aus dem Rahmen.
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²Gamm, Gerhard, Philosophie im Zeitalter der Extreme, Darmstadt 2009, Seite 29 – 30.
