Unter den Meereswogen – Collage von Susanne Haun

Als ich die Collage erstellte, hatte ich Schottland, Lochness die Lorelei und auch die Töchter des Rheins aus den Nibelungen in meinem Kopf -> eine bunte Mischung.

Blatt 36 - Unter den Meereswogen - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun
Blatt 36 – Unter den Meereswogen – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Mich beschäftigt aber auch weiter das Buch von Gerhard Gramm, Philosophie im Zeitalter der Extreme.

Ich finde das Abstrakte in der Philosophie sehr interessant. Es ist wie bei einer mathematischen Gleichung, ich schliesse vom konkreten Fall auf das Allgemeine.

1 + 2 = 3
x + y = z

Ich bin begeistert! Die Philosophie rückt näher zu mir. Ich bin mathematisch begabt, also muß ich doch wohl hinter das Geheimnis der Philosophie kommen!

Mein Werkzeug (c) Foto von Susanne Haun
Mein Werkzeug (c) Foto von Susanne Haun

Ich beschäftige mich mit Søren Kierkegaards „Existenzialismus“.
Dabei geht es um die konkrete, sinnliche Existenz des Einzelnen. Hier sind die allgemeinen Begriffe nicht gefragt, sondern die Innenperspektive des Einzelnen. „Man könnte sagen, dem Existenzialismus geht es auch darum aufzuzeigen, dass niemand in so abstrakten Definitionen über seine Existenz sprechen kann, wie es die Philosophie seit Platon getan hat.“²

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³Gramm, Gerhard, Philosophie im Zeitalter der Extreme, Darmstadt 2009, Seite 27.

9 comments

  1. This is one of my most favourite quotes: “It is perfectly true, as philosophers say, that life must be understood backwards. But they forget the other proposition, that it must be lived forwards.” Søren Kierkegaard

  2. schau mal, ich habe die Rede eben von Charlie Chapilin auf Facebook gefunden, ich finde sie passt zu deinen Gedanken um das Sein und die sinnliche Existenz und die Innenperspektive.

    Rede von Charlie Chaplin (16.04.1959)

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
    zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
    und dass alles, was geschieht, richtig ist –
    von da an konnte ich ruhig sein.
    Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
    nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
    Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
    und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
    Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
    und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
    Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
    was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
    auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
    Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
    von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
    und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
    Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
    aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
    so habe ich mich weniger geirrt.
    Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
    und mich um meine Zukunft zu sorgen.
    Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
    so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

    Als ich mich zu lieben begann,
    da erkannte ich, dass mich mein Denken
    armselig und krank machen kann.
    Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
    bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
    Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

    Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
    Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
    denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
    und es entstehen neue Welten.
    Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

    Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

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