„Die Lust ist entweder beruhigend oder erregend. Für Platon gibt es die Lust durch das Nachlassen von Schmerz und jene durch die Steigerung des Vergnügens. Für Aristoteles gehen das Vergnügen der Erkenntnis und die schützende Distanz zum abstoßenden Objekt Hand in Hand. Für Freud müsssen der Abbau von Spannung und die nach einem solchen Abbau strebende Form verknüpft werden.“
Jean-Luc Nancy²
_______________________
²Nancy, Jean-Luc, Zweideutigkeit der Lust in: Die Lust an der Zeichnung, Paris 2009, Seite 109.
