Vorgestern las ich auf Martin Häuslers Blog Rumgekritzelt den Beitrag „Endlich wieder Silberbesteck“ (siehe hier), auf den er vom Silberbesteck seiner Familie berichtete. Ich kann nur empfehlen, den Beitrag zu lesen!
Wir haben uns köstlich amüsiert, vor allem, weil wir seit dem Sommer überlegen, was wir mit dem „na ja“ Silberbesteck meiner Tante Rohrbeck machen, dass ich schon im Alter von 12 Jahren erbte und seit her tapfer von Wohnung zu Wohnung schleppe, ohne es je benutzt zu haben. Es hat eine dunkle Patina angesetzt, wahrscheinlich ist es auch das letzte mal von meiner Tante geputzt worden ….
Ich mag im täglichen Gebrauch mein wmf „Lübeck“ Besteck, das meine Eltern zur Hochzeit bekamen und das sie mir vor knapp 10 Jahren schon zu Mamas Lebzeiten übergaben. Ich wusste auch einmal, wie die Dame heist (oder hieß), die dieses Besteck designt hat, leider habe ich es vergessen und selbst im Internet nicht herausgefunden.
Ich versuche meine Besitztümer immer wieder zu reduzieren. Ich möchte mich nicht mit Dingen zuschütten, die ich nicht brauche oder benutze. Ich denke da auch an meinen Sohn, ich möchte ihm auf keinen Fall eine unübersichtliche Anzahl an Habseligkeiten hinterlassen, die verhindern zu erkennen, was mir wirklich wichtig war. Bekomme ich ein neues Teil, geht ein Altes aus meinen Beständen. Ich bin stolz, dass ich mit 1 1/2 Meter Kleiderschrank auskomme und auch nur ein Kaffee- bzw. Eßservice besitze, das in täglicher Benutzung ist.
Gerade zur Weihnachtszeit finde ich diese Gedanken wichtig, der Geschenkewahn macht mich fertig. Ein Glück hat das meine Familie weitgehend eingestellt, ich verschenke „nur“ die Fotofamilienkalender in A3 wie jedes Jahr. Diese Kalender dokumentieren auch unser Jahr und unser werden und wachsen.
