Stillleben · Zeichnung

Fingerübungen gehören nicht in die Öffentlichkeit? – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Kennt ihr das? Den ganzen Tag faul sein? Dazu braucht es Zeit!

In Bücher zu blättern, ohne zu lesen, arte schauen, ohne vorigen Plan was läuft, einschlafen, kochen, essen ….

Irgendwann erreichte mich dann das schlechte Gewissen und ich zeichnete wenigstens die Kaffeetassen auf dem Tisch, ohne meinen Fluß an Faulheit und Entspannung zu unterbrechen.

Ich möchte mit dem Zeichnen der Tassen mein Verhälnis zu Architekturstudien verbessern. Ich bin, wie ihr wißt, kein Freund von geraden Linien, die sich in Fassaden, Säulen und Hochhäusern wiederholen. Zehn gleich Fenster zu zeichnen sind mir schon ein Greul und die Langeweile schlechthin.

Trotzdem ist diese Eigenschaft (oder Nicht-Eigenschaft) ein Teil von mir und deshalb zeige ich euch hier meine Fingerübungen. Was macht ihr mit euren Fingerübungen? Zeigt ihr sie? Schmeißt ihr eure Fingerübungen gleich weg?

 

 

12 Kommentare zu „Fingerübungen gehören nicht in die Öffentlichkeit? – Zeichnungen von Susanne Haun

  1. Es sind doch Zeichnungen, auch wenn Du sie als Fingerübung verstanden hast, ich finde das kann man ruhig zeigen und manchmal tue ich das auch.
    Gruß Gudrun

    1. Ich gehe jedes Jahr meine 10 Jahre alten Arbeiten durch und entscheide, was ich aufhebe und was ich wegschmeisse. Obwohl ich viel Lagerfläche besitze, wird es sonst einfach zu viel. Ich denke dabei auch an meinem Sohn, der es als mein Erbe irgendwann bewältigen muss.

  2. „Faulsein ist wunderschön, denn die Arbeit hat noch Zeit“ – das wusste schon Pippi Langstrumpf. Und es tut gut, wie man heute weiss, auch den Fingerübungen, wie man sieht.

    1. Danke für den Hinweis, Jutta, Martina Wald, die Zeichnerin, schrieb einmal, dass man Zeichnungen ersteinmal mindestens eine Woche liegen lassen soll, bevor man über sie entscheidet. Sie hat recht, mir gefallen meine Tassen heute viel besser als noch am Tag der Erstellung.

  3. Interessant für mich, dass du so wie ich das Wort „Fingerübungen“ gebrauchst. Vielleicht ist das ohnehin jedem bekannt, aber ich dachte mir das aus für Zeichnungen, aber auch für Acrylbilder die zwischen, den für meinen Begriff liegenden „Top-Gelungenen“ Bilder zu liegen kommen. Kurz gesagt, es gibt Werke, die findet man gelungen. Zu allen die da dazwischen liegen sage ich „Fingerübungen“. Haha…

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