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„Existiert die Kunst nur, wenn sie im Blog oder auf Instagram gezeigt wird?“ Frage von Susanne Haun

2025.06.25.0001 A1 Hoffentlich kippt die Vase nicht um (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

2025.06.25.0001 A1 Hoffentlich kippt die Vase nicht um (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Atelierblick Ithas Blumen (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Atelierblick Ithas Blumen (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Der Sommer ist vorbei

Im August und September habe ich mich mit großen Darstellungen von Blumen aus unserem Garten und von Blumensträußen beschäftigt. Unser Garten ist mir immer eine Quelle der Inspiration. Neben einem Blumenstrauß von meiner Patchwork-Tochter und -schwiegersohn habe ich einen Mix durch die Jahreszeiten dargestellt.

Drei der Arbeiten sind gleich von einer Sammler*in gekauft worden. Ich freue mich, Sie gut aufgehoben zu wissen.


Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige?

Vor einer guten Woche habe ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster telefoniert. Wir bestreiten gemeinsam das „Projekt ohne Name„.
Zwei Fragen haben Jürgen in Bezug auf mich beschäftigt: Einmal, warum ich 5 Jahre für meine Dissertation benötigte, wo andere das in 2 Jahre schaffen und, dass ich ja offensichtlich in den letzten 5 Jahren auch nicht viel Kunst gemacht habe.

Die erste Frage ist leicht zu beantworten:
Wird eine Dissertation neben der Arbeit geschrieben, dauert sie grundsätzlich länger, denn die Zeit zum recherchieren, forschen und schreiben ist begrenzt. Oft geht die Arbeit vor. Wenn im Rahmen des Studiums geschrieben werden kann, zum Beispiel, wenn ein Stipendium vorliegt, geht es einfach schneller, die Dissertation ist die tägliche Arbeit. Für ein Stipendiun für meine Dissertation bin ich mit meinen 60 Jahren zu alt.

Die zweite Frage ist viel interessanter zu beleuchten:
Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige? Sprich: veröffentliche?
Ich habe gerade im vergangenen Jahr sehr viel an meiner Kunst gearbeitet. So wie die 10 großformatigen Blumenzeichnungen. Zeit habe ich beim Veröffentlichen meiner Kunst gespart. Im Gegensatz zu meiner Gewohnheit jeden Tag – tagebuchartig – aus meinem Atelier zu berichten und jeden kleine Linie zu veröffentlichen, habe ich stattdessen an meiner Diss geschrieben.

Ich glaube, dass ich nicht alles hier im Blog nachträglich veröffentlichen kann. Dass diese Blumenzeichnungen 80 x 60 cm groß sind, ist im Internet kaum darstellbar. Diese Dimension macht jedoch deutlich, dass ich an einer Zeichnung auch länger gearbeitet habe.

Außerdem habe ich an einem großen Projekt gearbeitet, das ich einfach noch nicht zeigen möchte. Ich erhoffe mir, zuerst einen Ausstellungsort zu finden, bevor ich meine Arbeit dazu veröffentliche.

Aktuelle Ausstellung Studio bildende Kunst

Die Zeichnung „Nicht nur Blumen sind stachlig“ kann zurzeit in meiner aktuellen Ausstellung besichtigt werden:

Susanne Haun.
Die Erzählerin. Geschichten im Druck & Stich.

Noch bis zum 19.12.2025 zu besichtigen im
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin Lichtenberg

Leicht mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen:
S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee (von dort ca. 10 Minuten Fußweg).

In 3 Räume, 2 Vitrinen und 1 Erker zeige ich Radierungen, Linolschnitte und Zeichnungen auf Papier, Leinwand und Glas.

2025.06.30.0001 Nicht nur Blumen sind stachelig (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
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