Eine Tasche mit Wasser – Skizze von Susanne Haun

Auf dem Rückweg von Hagen nach Berlin sitze ich hinten im Auto, lese den Herrn Beckmann weiter und skizziere den Beutel mit den Selterflaschen neben mir.

Wasserflaschen in Tasche - Skizze von Susanne Haun
Wasserflaschen in Tasche - Skizze von Susanne Haun

Max Beckmann schaute sich eine chinesische Ausstellung an und ich habe mir folgenden Satz dazu markiert.

Ich markiere meine Lieblingsstellen - Foto von Susanne Haun
Ich markiere meine Lieblingsstellen - Foto von Susanne Haun

„Ich ärgerte mich über das vorurteilslose Bewundern der Leute und dachte dann mit welcher Anmaßung und Frechheit sie zeitgenössische Sachen kritisieren ohne auch nur einen Deut mehr von diesen Sachen zu verstehen als von den modernen. (…) Mein Herz schlägt mehr nach einer roheren gewöhnlichen Kunst, die nicht verträumte Märchenstimmungen lebt zwischen Poesien, sondern dem Furchtbaren, Gemeinen, Großartigen, Gewöhnlichen Grotesk-banalen im Leben direkt Eingang gewährt.“

Ich denke, dass es für den Betrachter einfacher ist, etwas zu bewundern, was schon die Anerkennung der Fachleute gefunden hat – Neuem stehen viele sehr ängstlich gegenüber und ich denke, es spielt auch ein Rolle, dass einige Betrachter Angst haben, sich zu blamieren. Sich zu neuen Künstlern und zu neuer Kunst zu bekennen, erfordert auch Mut und Stärke.

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