Susanne Haun

Vom Gehen wurden mir die Beine lahm – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2011

24 Zeilen besitzt das Gedicht „Die Dämonen“ von Diarmuid Johnson; heute seht ihr drei Versionen der Zeile 15.

Ich möchte aber trotzdem nocheimal zur Zeile 13 zurückkommen:
So ein gewöhnlicher Mensch war auch ich

Was ist ein gewöhnlicher Mensch?

Das Wort „gewöhnlich“ bietet jedem Leser ein anderes Bild im Kopf, ich aber kann nur mein Bild aus meinem Kopf zeichnen. Sind Texte damit felxibeler als Bilder? Immer wenn ich darüber lese wird es genau umgekehrt beschrieben. Bilder lassen viele Deutungen zu und Texte sind eindeutig.

Aber meine Wahrheit dazu ist, dass sowohl Bilder als auch Texte viele, viele Interpretationen zulassen. Und ist es nicht dass, was es spannend macht? Jürgen Küster fragte mich in den Kommentaren, ob man mit Bildern zum Text die Fantasie des Lesers zu sehr einschränkt. Ich finde es aus den genannten Gründen nicht.
Ich gebe diese Frage aber auch gerne an meine Leser weiter. Vielleicht mag der eine oder andere dazu seine Gedanken schreiben.

Vom Gehen wurden mir die Beine lahm - Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 17 x 22 cm

Vom Gehen wurden mir die Beine lahm - Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 17 x 22 cm

Die Dämonen
von Diarmuid Johnson

Ich lebe unter Dämonen
dort, wo die anderen Leute nicht hinkommen.

Aber in jedem steckt ein Dämon
In einer lichtlosen Ecke seines Herzens.

Die anderen Leute kommen nie zur Ruhe
Sie sind immer in Bewegung
Sie sitzen nicht am Rande der Klippe
Um in den Schlund des Meeres zu starren.

Sie folgen dem großen, glatten Weg
Wo das Licht des Fleißes ihr Herz erleuchtet
Ihre Dämonen bedrohen sie nicht tagsüber
Dämonen erwachen nur kurz in der tiefsten Nacht.

So ein gewöhnlicher Mensch war auch ich
immer in Bewegung mit wenig Schlaf
Aber vom Gehen wurden mir die Beine lahm

Hier seht ihr die restlichen Beiträge zum Gedicht „Die Dämonen“.

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