Meine Blütenblätter – Lomo – Fotografie und Animation – Gedanken und Zeichnungen von Susanne Haun

Letzten Monat habe ich eine Informationsveranstaltung zum Thema Animation besucht. Ich wollte meine Gedanken zu Smithson weiter verfestigen und brauchte dafür technisches Verständnis.

Das erste, was ich dabei begriffen habe ist, dass ich für Animationen im Bereich Stop-Motion-Film zu ungeduldig, zu ungenau und nicht penibel genug bin.

Aber es waren trotzdem sehr interessante Informationen dabei, die ich gut gebrauchen kann. Zum Beispiel wußte ich nicht, dass es ein Programm gibt, Dragonframe, dass die Einstellungen und Auslösen meiner Kamera über den PC erlaubt! Der Wermutstropfen ist, dass es 300$ kostet.

Aus meinem Skizzenbuch - HH Lange Straße (c) Susanne Haun
Aus meinem Skizzenbuch – HH Lange Straße (c) Susanne Haun

Ich habe auch erfahren, dass bei einer Animation vorher festgelegt wird, wieviele Bilder es in der Sekunde geben soll. Ein Kinofilm hat zum Beispiel 18 Bilder in der Sekunde.

Ein Realfilm ist immer mit 1/50 s belichtet. Ich habe gelernt, dass Stop-Motion-Filmer anscheinend Perfektionisten sind. Selbst kleinste  Schwankungen im Licht werden nicht akzeptiert.

Ich möchte mit meinen Animationen die Zeichnung in den Bildschirm und mit der Natur – der Landart –  kombinieren.

Kennt ihr die Lomo Fotografie? Die finde ich sehr faszinierend und spontan und sie gefällt mir sehr gut. Ich denke, dieses Prinzip möchte ich kombiniert mit der Zeichnung in die Animation bringen.

So habe ich heute meine Blütenblätter von gestern genommen (siehe hier) und habe die schon gestern erstellten Fotos vor dem Atelier kombiniert mit denen auf meinem Balkon, den Zeichnungen und den Transport. So weit so gut, nun denke ich weiter nach.

Das also ist jetzt erstmal ein Master Film für mich an dem ich nun weiter arbeite.

Am Rande erwähnt: bei der Infoveranstaltung waren mehrere Illustratoren und Zeichner und genau gerade über zeichnete einer mich in sein Skizzenbuch, es ist faszinierend zu beobachten, wie Augen vom Modell zum Papier huschen! Ich konnte mich natürlich „rächen“ und begann selber mein Gegenüber zu zeichnen.

Beim Frühstücken in der Langen Straße in Hamburg sehe ich auf meinen Skizzen, dass ich ruhiger war als beim Pausen-Skizzieren documenta 13. Da war ich viel aufgeregter. Das mag ich so sehr an skizzen, sie geben direkt die Stimmung des Schaffenden wieder.

For my english speaken reader:
Last month I visit an information event about animation. It was very interesting but I think I’am to impatient about this. I don’t spent so much time for only one picutre or ´named still of an animation. But now I know that a kinofilm has 18 pitures in the second. In my animation, I only use 6.
During the event I’am drawing from a drawer and so I do the same thing. It was funny.

Meine Blütenblätter – Lomo – Fotografie und Animation – Gedanken und Zeichnungen von Susanne Haun

6 comments

  1. Spannend! Interessanter Artikel mit einem tollen Masterfilm, gefällt mir. Deine Skizzen sind wundervoll, ich mag die Art unheimlich gerne. Leider bekomme ich es hinten und vorne nicht hin, da greife ich lieber zur Kamera oder zum Schreibstift 😉

    1. Danke, Anne, ja, ich gehe nie ohne meinem Skizzenblog aus dem Haus. Dann gilt es die Dinge so schnell wie möglich zu erfassen.
      Mir gefällt deine Art die Kamera und den Schreibtisch zu benutzen! Ich habe auf deinem Blog gestöbert 🙂
      Ich wünsche dir einen schönen Tag,
      liebe Grüße sendet dir Susanne

  2. Nun könnte ich sagen, dass ist natürlich sehr schlecht für den einzelnen Künstler aber anders herum sieht man nirgend wo so viel neue, gute und unterschiedliche Kunst und kann auch über alle Arten von Kunst diskutieren.

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