Vorbereitung der 1. Arktis Radierung – Susanne Haun

Heute arbeitete ich in der Druckwerkstatt des bbk in Bethanien und habe diesen nun folgenden Blogbeitrag gestern geschrieben.

Gestern – von heute aus gesehen – habe ich mich auf den Radier-Termin vorbereitet.

Die wichtigsten Linien (c) Foto von Susanne Haun
Die wichtigsten Linien (c) Foto von Susanne Haun

Obwohl ich von 9 bis 17 Uhr in Bethaninien arbeiten kann, ist die Zeit immer knapp und alles, was ich in meinem Atelier fürs Radieren vorbereiten kann, mache ich auch.

Die Arktis-Arbeiten werde ich in der Größe 15 x 20 cm radieren. Das spätere Blattmaß stelle ich mir in der Größe 30 x 40 cm vor. So haben Längs- und Querformate auf dem Blatt ausreichend Platz. Ich war überrascht, auf dem Foto Nr. 2 viele Kratzer auf der Zinkplatte zu sehen. Während des Arbeiten sind sie mir nicht aufgefallen und ich hoffe, sie werden auch in der fertigen Radierung nicht ins Gewicht fallen sondern eher belebend wirken.

Beim Überziehen der Zinkplatte mit Wachs, achte ich darauf, die eine Hälfte der Platte mit einer ruhigeren Schicht und die andere Hälfte etwas lockerer zu bedecken. Auf dem Foto Nr. 3 ist das gut zu erkennen. In die ruhige Schicht setze ich das Gesicht, die Säure kann kleine Einsprengsel auf der unruhigen Seite ätzen.

Freihändig zeichne ich den Rest in den Wachs (c) Foto von Susanne Haun
Freihändig zeichne ich den Rest in den Wachs (c) Foto von Susanne Haun

Nur die wichtigsten Linien zeichne ich auf ein Transparentpapier und drücke sie spiegelverkehrt in den Wachs (Fotos 4 – 6). Die anderen Linien zeichne ich freihändig und orientiere mich an die Zeichnung, so werden die Linien freier und lebendiger. Rembrandt zeichnete grundsätzlich freihändig in die Radierplatten.

Alle Linien, die ich in den Wachs gekratzt habe, legen das Zink frei und werden von der Säure geätzt.
Ich bin neugierig, wie der erste Andruck aussehen wird.

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