Portraitmalerei · Selbstbildnisse · Zeichnung

Die Visitenkarte als Ausdruck des ICHs – Zeichnung von Susanne Haun

Nach dem Umzug in meine neue Atelierwohnung musste ich schnell Visitenkarten drucken lassen.

Erste Version Visitenkarten Groninger Str. (c) Susanne Haun
Erste Version Visitenkarten Groninger Str. (c) Susanne Haun

Die Visitenkarte ist der erste Ausdruck des Ichs in die Außenwelt und es passiert mir nicht noch einmal, dass ich ein so wichtiges kleines Stück Papier so vernachlässige und schnell in 5 Minuten zwischen Tür und Angel entwerfe. Zum Glück hatte ich nur 100 Visitenkarten drucken lassen, denn in der Zeit, wo ich sie Stück für Stück verteilte, überlegte ich mir, wie ich meine neuen Visitenkarten gestalten möchte.

Für mein altes Atelier im Diakonieweg wählte ich die Farbe Grün und ein Selbstportrait auf der Rückseite. Mit dieser Karte war ich bis auf die Druckqualität zufrieden.

Visitenkarten Diakonieweg (c) Susanne Haun
Visitenkarten Diakonieweg (c) Susanne Haun

Für meine neue Karte wählte ich in der ersten Version als Farbe Bourdeaux und als Hintergrund zwei Fotos von Zeichnungen aus dem Vergänglichkeitzyklus. Leider waren die Fotos der Zeichnungen von schlechter Qualität, zeigten Blitzschatten und so konnte die gute Druckqualität der Visitenkarte nicht ein gutes Ergebnis „herausholen“.

Der Vergänglichkeitszyklus ist eine sehr gute Serie von mir, aber auf der Visitenkarte finde ich ein Selbstportrait gelungener. Da meine Karten nun langsam zur Neige gehen, habe ich mich auf A5, Papier gezeichnet, denn so kann ich die Arbeit auch einscannen und habe so bessere Reproduktionsergebnisse als beim Fotografieren.

Ich wählte bei der zweiten Version eine blaue Tusche … wie schrieb Klausbernd in den Kommentaren zu den Enzianzeichnungen so schön: „(…) Kandinsky schon erklärte, weil Blau einen in die Farbfläche hineinzieht. Es ist das Tor zur Innenwelt, wie es Friedrich von Hardenberg (Novalis) in seinem “Heinrich von Ofterdingen” beschreibt in der blauen Blume der Romantik. Blau ist Sehnsucht und Ruhe zugleich …“

Zweite Version Vitsitenkarten Groninger Str. (c) Susanne Haun
Zweite Version Vitsitenkarten Groninger Str. (c) Susanne Haun

Hier sind die Zeichnungen, die ich für meine Visitenkarte erstellte:

12 Kommentare zu „Die Visitenkarte als Ausdruck des ICHs – Zeichnung von Susanne Haun

    1. Ja, Martina, ich habe es absichtlich weggelassen. Ich habe mich gefragt, ob ich das in der nächsten Zeit alles noch sein kann oder will. Auf jeden Fall bin ich Zeichnerin … aber ich bin das nicht alleine, ich bin auch Neugierig, und ich bin im Einstieg zu Kunstwissenschaft… bevor ich mich selber betitele, muss ich wissen, was ich neben der Zeichnung bin………

  1. Ganz, ganz große Klasse. Und so echt Susanne Haun! Gratulation. Mir gefallen die Visitenkarte alle, Nr.2 vielleicht etwas mehr, dann Nummer 3 und 1.
    Einen Schönen Abend und eine gute Nacht dir aus Bonn,
    liebe Grüße!!
    Hanne

    1. Danke, liebe Hanne, das ist interessant, wie du das siehst… ich bin mit meiner blauen Karte sehr zufrieden…. ich hoffe, sie sieht auch gedruckt so gut aus. Leider kommt sie erst nach meiner Einweihung aber ich habe noch ein paar von den Roten :-)…..
      Liebe Grüße von Susanne

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