Die Autonomie des Künstlers und neuste Überzeichnungen von Susanne Haun

Wie autonom ist ein Künstler heute noch?

War ein Künstler jemals autonom?

Kann er noch den Akt des Schöpfens vollbringen?

Überzeichnung Federleicht Version 3  (c) Susanne Haun
Überzeichnung Federleicht Version 3 (c) Susanne Haun

Welche Botschaft verbirgt sich hinter den Arbeiten?

Sind wir frei?

Und was sagt der Rezipient bzw Betrachter dazu?

Wie fügt sich das Feld der Aneignung in diese Themen ein?

Und warum gelingt es mir nicht mehr, unter dem „ER“ auch mich als „SIE“ zu verstehen?
Ich bin Künstler aber auch Künstlerin. Ich bin beides.

Ich begehe heute einen Tag der Fragen, das Studium bringt immer wieder neue Aspekte der Betrachtung des Lebens und der Kunst an die Oberfläche, über die es sich nachzudenken lohnt.

Heute habe ich am double bind Projekt (siehe hier) weitergearbeitet. Jeden Mittwoch erhalte ich Fotos von Hans-Jürgen Küster (siehe hier), die ich mir aneigne und überzeichne. Ich bin dazu übergegangen, die Fotos zu zeichnen, die digitalisierten Motive freizustellen und diese dann mit dem Foto zu überlagern.

5 comments

  1. Noch kein Kommentar? Keine Meinung wie frei ein Künstler heute, gestern oder morgen war, sein kann, sein wird? hm…
    Ich habe meine eigene Sicht auf die Dinge. Ich will von meiner Kunst leben. Damit stecke ich mir einen Rahmen. Wenn ich meine Bilder so male, wie immer, male was mir Spaß macht, nicht nach der Mode, dann muss ich mir halt viele Gedanken machen, wie ich meine Bilder vermarkte. Ich bewahre mir so meine Unabhängigkeit, meine Freiheit gegenüber einem Angestelltenverhältnis, gegenüber Aktienkursen, u.a.
    Aber ich unterwerfe mich zur gleichen Zeit, dem Wunsch als Freiberufler, als Selbstständiger zu arbeiten und das Geld für meine Brötchen alleine zu verdienen. Ich habe mir die Freiheit genommen und die Wahl getroffen. Ich lebe wesentlich selbst bestimmter. Ich lebe in meiner Umwelt, die ich nur zum Teil wählen und gestalten kann. Aber ich bin damit glücklich, freier und erfolgreicher denn je 😉
    Und Ihr?
    Frank

    1. Guten Morgen, Frank,
      du weisst ja – ich trenne meine Kunst und die Vermarktung strikt. Ich stelle mir Themen und zeichne serielle – so kristallisiert sich die Aussage, die ich treffen möchte, immer mehr hinaus.
      Erst wenn ich fertig bin mit einem Zyklus denke ich an den Verkauf.
      Während der Entstehung des Zyklus, zeige ich meine Arbeiten in meinem Blog. Ich verstehe meinen Blog als Teil meines Werkes. Hier wird die Vergänglichkeit und das Vergehen der Zeit extrem verdeutlicht.
      Grüße an die Ostsee Susanne

  2. Tja, wer überhaupt ist frei?

    Dieses Projekt erinnert mich an die Ehe — kann man darin noch frei sein, wenn man mit dem Eheparter verbindet ist? Ich meine, ja, da ist noch Freiheit, aber diese Freiheit ist anders als wenn man allein wohnt/lebt.

    1. Ja, Tracy, das ist tatsächlich schwer…. ich bin an die Kunst gebunden ….. wie an einen Partner…. mit einem Partner wäre ich doppelt gebunden … das ist double bind…. aber manchmal kann man doppelt gebunden freier und zufriedener sein als ungebunden frei ……….

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