Susanne Haun

sammenzu – zeichnen mit Jürgen alias Buchalov – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Projekt sammenzu, Zeichnung by Susanne Haun on 26. März 2015

Jürgen (siehe hier) fragt: „Welchen Stellenwert hat die Zeichnung heute?“

Jürgens Fragestunde (c) Foto von Susanne Haun

Jürgens Fragestunde (c) Foto von Susanne Haun

 

Die Zeichnung ist meines erachtens beliebter den je. Wir finden sie überall: in Sammlungen, in Ausstellungen, bei saatchi, in allen Foren. Was meint ihr?

Ehrlich gesagt mache ich mir wenig Gedanken um den Stellenwert der Zeichnung heute. Ich zeichne einfach.

Wenn ich mir Gedanken um Zeichnungen mache, dann von der künstlerischen oder kunstgeschichtlichen Seite aus.  Ich werde meine Bachelorarbeit über eine Zeichnung aus dem Berliner Kupferstichkabinett schreiben.  Da wird mich dann eher interessieren wie der Stellenwert der Zeichnung in der Vergangenheit war, vielleicht kann ich es dem heutigen Stellenwert gegenüberstellen. Mal sehen.

Zur Zeit sind meine fachlichen Gedanken im Kosmos gebunden.

 

sammenzu (c) Zeichnung von S.Haun und H.Küster 0012

sammenzu (c) Zeichnung von S.Haun und H.Küster 0012

 

 

12 Antworten

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  1. elisagroka said, on 26. März 2015 at 18:26

    Hallo Susanne,

    ich finde gerade heute, wo jeder sein eigenes Handy mit Kamera hat und digitale Bilder allgegenwärtig sind, ist eine handgefertigte Originalzeichnung kostbarer denn je.

    Liebe Grüße,

    Elisa

    • Susanne Haun said, on 27. März 2015 at 08:09

      Danke für diese Antwort, Elisa,
      Du hast Recht! Ich sammel mit Leidenschaft Arbeiten von Künstlerkollegen, die ich oft gegen meine Arbeiten eintausche. Jede Arbeit hat eine Geschichte!
      Liebe Grüße von Susanne

  2. ©lz said, on 26. März 2015 at 20:06

    Ich empfinde die zeichnung | das zeichnen nach wie vor die archaischste direkteste Form Befindlichkeiten umzusetzen. Und dies auch im heute & unter Zeitgemäßen Betrachtungen. So wichtig wie der Herzschlag.

    • Susanne Haun said, on 27. März 2015 at 08:11

      Das stimmt, @lz – gerade die archaischten Zeichnungen sind die schwierigsten. Denn in diesen muß das ganze Leben in eine Linie fliessen.
      Einen schönen Freiag sendet dir Susanne

  3. Sabine Oetjen said, on 27. März 2015 at 09:03

    für mich gehört zeichnen zu meinem Leben. Ein Tag ohne wenigstens ein paar Striche gemacht zu haben ist keine schöner Tag. Es gehört mittlerweile zu meinem Grundbedürfnissen und mir fehlt etwas wenn es wirklich mal nicht geht. Ob meine Zeichnungen in den Augen anderer einen Stellenwert haben kann ich nicht sagen, ich tue es einfach weil mein Herz daran hängt.
    Um Jürgen zu zitieren: Es geht nur ums zeichnen 🙂
    Ein schönes Ende der Woche wünsche ich dir liebe Susanne

    • Susanne Haun said, on 28. März 2015 at 08:40

      Liebe Bine,
      so ist es.
      Das Zeichnen gehört zum Leben. Im Kopf setze ich das Gesehene sofort in Linien um.
      Dein Zitat von Jürgen gefällt mir, ich sehe ihn dabei richtig vor mir.
      Ich mag am liebsten die Morgenstunden zum zeichnen, wenn ich noch frisch und unverbraucht vom Tag bin.
      Liebe Grüße sendet dir Susanne

  4. veitraum said, on 27. März 2015 at 10:14

    „Ich male weil ich ein Bild habe, nicht weil es Euch gefällt“, frei aus einem Lied von Konstatin Wecker. Der Antrieb künstlerisch tätig zu sein liegt in jedem selbst und das Medium muss jeder ebenfalls für sich selbst finden. Hier finde ich gibt es keine Beschränkungen und Wertungen, alles ist gleichwertig und entwickelt, wenn wir unsere Arbeiten in die Welt entlassen, den Dialog mit dem Betrachter. Die Zeichnung ist hierbei eine der schönsten, direktesten Möglichkeit.
    Sonnige Grüße nach Berlin
    Volker

    • Susanne Haun said, on 28. März 2015 at 08:41

      Das denke ich auch, Volker. Der Antrieb zur Kunst kommt aus dem tiefen Inneren und wird er nicht befriedigt, so werde ich grantig und dann möchte ich selber nicht in meiner Nähe weilen.
      Einen schönen Samstag sendet dir Susanne

  5. Sabine Oetjen said, on 28. März 2015 at 10:43

    Liebe Susanne,
    Deine Worte lassen mich schmunzeln. Mir geht es genauso. Ich liebe diese Morgenstunden wo alles noch schläft und das Gras noch feucht ist.
    Einen Becher Kaffee und ab an den Zeichentisch. Kann es schöneres geben? Ich denke nicht.
    Liebe Grüße Bine

    • Susanne Haun said, on 29. März 2015 at 07:41

      Liebe Bine,
      dann sitzt du jetzt sicher auch gemütlich an deinem Zeichentisch mit einer Tasse Kaffee und den Blick in die Natur gerichtet. Aus meinem Fenster sehe ich nasse Klinkersteine und Regen, der auf meinem Balkon fällt.
      Ich mache nun mein Hörbuch, „Kosmologie für Fußgänger“ an und zeichne Kopernikus!
      Einen schönen Sonntag von Susanne

  6. juergenkuester said, on 6. April 2015 at 11:07

    Liebe Susanne!
    Ohne die Zeichnung geht nichts. Es hat etwas gedauert, bis mir dies klar wurde.
    Am Anfang von Themen und Projekten steht bei mir mittlerweile immer die Zeichnung und die fotografische Skizze. Damit versuche ich eine Annäherung, kann Gedanken bündeln, Sachverhalte einkreisen, und finde rote Linien oder Strukturen. Die Dinge werden mir klarer, Ideen schälen sich heraus.
    Und es geht an jedem Ort der Welt. So auch momentan mit dem Thema „Isolator“.
    LG Juergen

    • Susanne Haun said, on 7. April 2015 at 17:04

      Ja, das stimmt, Jürgen. Alles wird klarer. Bei mir ist die Zeichnung wie ein Ring Anfang und Ende. Über deinen Isolator denke ich auch des öfteren nach. Ich möchte ja einen Text dazu schreiben. Mal schauen, was dabei heraus kommt.
      LG von Susanne


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