Am Montag habe ich eine Schülerin in drei Stunden Einzelunterricht die Linoldruckkunst näher gebracht.
Um ihr Dinge erklären und zeigen zu können, habe ich auch einen einfachen Linolschnitt mit dem Motiv „Mein Bruder und ich“ erstellt.
Die Schülerin erklärte mir, dass sie langsam mit einem einfachen Motiv anfangen möchte und hatte ein Foto ihrer Familie mitgebracht. Einfach war das nicht aber beim Schneiden wuchs der Mut und bald war die Linoldruckplatte fertig.
Meine Schülerin war sehr erstaunt, wie schwierig und anstrengend der Druckvorgang an sich sei. Es ist wichtig, nicht zu viel und nicht zu wenig Farbe auf die Linolplatte zu rollen. Der erste Druck ist meistens schlecht, da man sich erst mir der Platte vertraut machen und die Platte auch erst Farbe annehmen muss. Es gibt immer stellen, auf denen man beim Einreiben der Farbe im Papier mehr Druck ausüben muss. Normalerweise zeige ich den ersten Druck nicht. Er wandert meistens in den Papierkorb.
Es wird beim obigen gezeigten Druck deutlich, was ich meine.
Erst allmählich findet man zur Platte und wie man Farbe auftragen und Druck beim Reiben ausüben muss.
Dafür, dass ich die Platte schnell zwischendurch erstellt habe, bin ich zufrieden. Mein Bruder und ich wirken maskenhaft archaisch. Das bringt die Technik des Linolschneidens mit sich. Lässt man sich hier mehr Zeit, so sind auch feinere Gesichtszüge möglich und ein überlegtes Anlegen von hellen und dunklen Flächen.
Zum Ende des Unterrichts signierte ich meiner Schülerin ihr Exemplar meines „Holz- und Linolschnitt“ Buches (siehe hier).
