Rosa Akt – Zeichnung von Susanne Haun

Manchmal reicht eine Schattenfigur, um meine Fantasie anzuregen.

Im Bildband über Prag habe ich eine Abbildung der unten gezeigten Skulptur von einem Mädchen gefunden. Auf dem Foto ist nicht viel zu erkennen – aber gerade das hat mir gefallen.

Zuerst wollte ich keine Linien in das Bild setzen sondern nur Flächen aus dem schmutzigen Wasser meines Tuscheglases.

Soll ich die Fläche mit meinen Linien kreuzen? - Susanne Haun
Soll ich die Fläche mit meinen Linien kreuzen? - Susanne Haun

Aber dann habe ich es doch nicht über mich gebracht, auf die Linien zu verzichten. Es erfordert viel Mut und es erfordert auch eine ganze Serie reduzierter Arbeiten, um mit Bild Nr. 3 glaubhaft zu sein.

Ich sage so oft zu meinen Kollegen Andreas „Lass dein Bild jetzt so, es ist perfekt, es ist fertig!“

Aber ich selber schaffe es auch nicht an solchem frühen Punkt aufzuhören.

Vielleicht sollten Andreas und ich einmal einen Monat lang „Frühchen – Bilder“ malen und diese dann bei uns im Atelier ausstellen. Ich hoffe, ich kann Andreas dazu überzeugen. Ich denke alle Bilder im Format 30 x 40 cm und jedes der Bilder kostet dann 130 Euro mit Rahmen, weiße Leiste, auch 30 x 40
cm groß.

In meiner Sammlung von Andreas habe ich einige dieser Bilder. Hier seht ihr meine persönliche Sammlung von Andreas Mattern Bilder.

Mögt ihr zu unserer „Frühchen-Ausstellung“ kommen?

Rosa Akt - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Hahnemühle Postkartenbütten
Rosa Akt - Zeichnung von Susanne Haun - 10 x 15 cm - Tusche auf Hahnemühle Postkartenbütten

7 comments

  1. Intressant wie Du es zeigt und beschreibst. Muß ich testen. Jetzt sind wieder die Postkarten schluß:). Zwei Boxen verbraucht…..:). Für mich war das ein Super-Idee.Bin ziemlich allein hier mit dieses:))) Keiner hier macht Minature-Malerei von dieser Art.lg,Suzi

  2. Ein schönes Thema // wann ist ein strich zuviel.
    Eine farbspur zu wenig. Wann reicht die Spannung und die Konzentration auf das wesentliche. ??? eher die Tendenz zuviel zu machen zu viele Striche zu viel der geballten Farbe. So geht es mir. Und einigen Freunden mit ihren Bildern/ Formen.
    Ich habe lange meine arbeitsschritte per foto dokumentiert und musste feststellen das sehr viele arbeiten viel früher besser waren. Weniger war da oft mehr. Doch da ich nicht mehr danach trachte das perfekte Bild zu malen ist dies kein Thema mehr für mich. Und ich lebe auch ganz gut mit Bildern die oftmals vielleicht zu viel haben und dennoch gut und packend ehrlich und überzeugend sind.
    Ich male halt ein neues. Und alles beginnt von vorne… Und aufzuhören wenn es am schönsten ist konnte ich noch nie. Aber spannend finde ich es dennoch frühchen Bilder zu zeigen.
    Herzlich
    ellzett

  3. Hallo Susanne, gerade gestern hatten wir auch dieses Theme hier bei mir, ich sag immer, ein Bild ist fertig wenn ich es als fertig empfinde. Klar sind die ersten frühchen der Knaller und super aber wenn ich immer auf die anderen hören würde bin ich nicht ich und mein Bild ist das Bild der anderen. Vielleicht kommt das aber auch nach vielen Jahren? Im Moment schaffe ich das auch noch nicht- oder sollte ich auch eine frühchen Serie so nebenbei machen? Wir werden sehen wo die Reise hingeht.:-) LG Bianca

  4. Es freut mich, dass meine Gedanken eure Gedanken anregen, Bianca und EllzettLudwig….

    Ja, wann ist ein Bild ein Knaller und wann ist die nächste Linie zu viel ….

    Ich spreche mal mit Andreas über eine Frühchen-Ausstellung – vielleicht können wir so was ja bei uns im Atelier organisieren. Das Problem ist, dass wir nach unserem Umzug nicht mehr so viel Ausstellungsfläche haben aber ich spreche morgen mit ihm …

    Heute bin ich wieder zu hause…. einmal die Woche gehe ich immer zu meinen Eltern malen … ich bin übrigens eine geborene Zeidler, Ludwig, aber ich denke, wir sind nicht verwandt ….

    Das ist schade Suzi, aber Hahnemühle hat die Postkarten noch im Programm … vielleicht legst du dir einfach einen Vorrat an….. 🙂

    Einen schönen Tag wünscht euch Susanne

  5. Diese Zweifel und inneren Kämpfe tragen wohl alle mit sich selbst aus….und treibt uns nicht die Suche nach dem „perfekten“, oder fertigen Bild…. Aber genau dies empfinde auch ich als das Spannende…die Suche und der Weg treiben uns doch, immer wieder neu zu beginnen…denn wer glaubt, er hat das perfekte Bild gemalt/gezeichnet….wäre ja angekommen….Stillstand….keine Neugier auf Neues, Experimentieren, Grenzen überschreiten….
    Eine spannende Diskussion, die du da in Gang gebracht hast…Ganz liebe Grüße Dagmar

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