Auf dreimal fünfzig Knaben aufpassen – Zeichnung von Susanne Haun

„Dreimal fünfzig Knaben um Folloman den Sohn Conchobars (des Königs) bei ihren Künsten auf dem Anger von Emain.“ Táin Bó Cúlaingne

Zweimal wird in der irischen Sage davon erzählt, dass jemand die Knaben beobachtet – einmal der König und einmal der Sohn des Königs. Die 150 Knaben sind die Söhne der Besten des Landes, die die Kampfeskunst beim König erlernen sollen.

Bedeutet „beobachten“ oder bei den Kindern sitzen, auf sie aufpassen?

Folloman, der Sohn des Königs - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten
Folloman, der Sohn des Königs - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Wie sieht ein Königssohn aus, der auf 150 Kinder um die 5 Jahre aufpassen muss …. für mich wäre das ja mein schlimmster Albtraum. Ich habe für Folloman, den Königssohn, meinen Sohn als Modell gewählt. Er ist ein 16jähriger schlacksiger Teenager und ich denke, dass ich die Haltung gut getroffen habe.

Bevor ich meinen Sohn zeichnete, machte ich eine kleine Proportionstudie, um mir darüber klar zu werden, wie sich mein Sohn setzen soll und aus welchem Blickwinkel ich ihn zeichne. Bei der Studie habe ich mit Bleistift Linien gezeichnet, um mir die Knochen besser vorstellen zu können. Erst dann begann ich mit der großen Zeichnung von der Taille an.

Proportionsskizze von Susanne Haun
Proportionsskizze von Susanne Haun

Da Obelix auch eine gestreifte Hose an hat, bat ich meinen Sohn, seine gestreifte Schlafanzughose anzuziehen. Das paßt, finde ich.

Folloman wird wohl auf dem Marktplatz des Dorfes auf einem Stein an einem Baum gelehnt gesessen haben. Bestimmt ist er nur dann aufgestanden und hat ins Kampftraining eingegriffen, wenn es zu wild wurde.

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