Susanne Haun

Eine kleine und eine große Lady – Pastell von Susanne Haun (1.Teil)

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Pastell, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 2. März 2012

Die beiden Tage bei Hahnemühle (siehe hier) haben neue Inspirationen gebracht,
eine davon ist die kleine Lady: Merle.

Merle lernten wir bei der Produktionsführung durch die Blockabteilung in der Hahnemühle kennen, sie ist die Tochter der PR-Redakteurin der Hahnemühle, Bettina Scheerbarth (hier bei xing).

Merles schaut uns an vom Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun

Merles schaut uns an vom Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun

Dazu bekamen Cordula und ich jeder zum probieren etwas Kraftpapier.

Zusammen mit meiner Lektüre über die große Elisabeth Vigée-Lebrun wollte ich unbedingt ein Pastell-Portrait Merles auf dem Kraftpapier malen.

Über 600 Portraits und 200 Landschaften sind von E. Vigée-Lebrun erhalten. Sie war eine der anerkanntesten Portraitmalerinen Europas und lebte von 1755 bis 1842. Sie stellte besonders die Frauen natürlich da und überzeugte zum Beispiel die Herzogin Grammont-Caderousse, ihr Haar für die Modellsitzung des Portraits ungepudert in ihrem natürlichen schwarz zu tragen.

„Ihre Haare waren so schwarz wie Ebenholz, ich teilte sie über der Stirn und legte sie in unregelmäßigen Locken.“  aus den Memoiren der  E. Vigée-Lebrun.

Jedes Detail eines Portraits ist wichtig und deshalb empfinde ich es auch als schwierig nach Fotos von mir fremden Personen zu zeichnen oder malen. Zum einen wird dem Künstler so schon eine Haltung vorgegeben. Diese Haltung kann zufällig auf einem Foto zustande gekommen sein. Ich habe Merle genau beobachtet und habe zwei Kopfhaltungen herausgearbeitet, die ich charakteristisch für Merle halte. Sicher, es ist nicht einfach nach zwei Stunden kennen lernen so etwas zu entscheiden, aber sobald sich „die Modelle“ unbeobachtet fühlen, sind sie besser zu beobachten.

Nachdem ich Bild 3 (siehe Fotos) fertig gezeichnet habe, mußte ich mich sehr überwinden, weiter zu zeichnen, denn für mich ist dieses Bild fertig. Aber ich habe mir eine andere Aufgabe gestellt und so zeichnete ich weiter mit Pastellstiften.

Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Fertig geworden bin ich heute nicht. Morgen früh werde ich ins Atelier gehen und weiter an Merle arbeiten.

Eine kleine und eine große Lady – Pastell von Susanne Haun (1.Teil)

5 Responses

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  1. Bettina said, on 2. März 2012 at 21:58

    Oh wie süß von Dir, Susanne. Morgen zeige ich die Bilder Merle. Sie wird sich sehr freuen! Gute Nacht von Bettina

    • susannehaun said, on 3. März 2012 at 07:57

      Guten Morgen Bettina und Merle, heute werde ich dich weiter malen, Merle, gleich nach meinem Kaffee und den Mails beantworten gehe ich ins Atelier 🙂 Einen schönen Tag wünscht euch Susanne

  2. annaschuler said, on 3. März 2012 at 07:52

    Guten Morgen Susanne,
    Merle gefällt mir.
    Kreiden sind ein feines Medium. Ich liebe den direkten Kotakt mit der Farbe und meine Malschüler müssen alle mit Pastellkreiden anfangen, ob sie nun wollen oder nicht 🙂
    ein schönes WE
    Anna

    • susannehaun said, on 3. März 2012 at 07:59

      Guten Morgen, Anna,

      ja, Kreiden sind wirklich ein tolles Medium. Ich benutze sie schon seit „100 Jahren“ auch gerne in Verbindung mit Kohle. Heute verwende ich sie als Spaß an der Freude zur Erholung von der eindringlichen und direkten Tuschelinie.

      Grüße und eine schönes WE von Susanne

  3. […] Gesicht Merles (hier seht ihr den Stand von gestern) hat heute Konturen erhalten, der Mund ein Zinnoberrot gemischt mit ein wenig von diesem und jenem […]


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