Susanne Haun

Reformations- / Geschichte in Grimma – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Klosterkirche Grimma, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Juli 2014

Oft berichtete ich hier von Grimma und unserer Ausstellung in der dortigen Klosterkirche.

Und doch denke ich, dass der Ort relativ unbekannt ist. Er liegt ca. 30 km von der Leipziger Mitte an der Mulde. So nahe an der Mulde, dass Grimma immer wieder mit dem Hochwasser zu kämpfen hat. Bei unserem letzten Besuch konnten wir die riesigen Fluttore sehen, die Grimma zur Bekämpfung der Wassermassen gebaut hat. Ein wenig „Restangst“ habe ich. Die Flüße in Österreich laufen schon wieder voll. Was passiert mit unseren Arbeiten, wenn wieder eine Flut kommt? Aber das Kunstamt Grimma beruhigte mich: eine Flut kündigt sich zwei bis drei Tage vorher an und es wäre genügend Zeit, die Ausstellung abzuhängen.

Die neuen Fluttore sollen größere Schäden während neuerlichem Hochwasser vermeiden (c) Foto von Susanne Haun

Die neuen Fluttore sollen größere Schäden während neuerlichem Hochwasser vermeiden (c) Foto von Susanne Haun

Grimma kann in seiner Chronik mehrere Besuche Luthers aufweisen und seine Ehefrau Käthe soll sogar 12 Jahre im nahegelegenen Zisterzienserinnen-Kloster Marienthron in Nimbschen gelebt haben. Vor der Nikolaikirche ist in Gedenken an Luther eine Bronzebüste von Ernst Rietschel aufgestellt. 1519 machte Luther das erste Mal auf einer seiner Reisen Halt im Grimmaer Augustinerkloster. Die Klosterkirche soll er wegen ihrer ungewöhnlich hohen Decke „Brustbrecher“ genannt haben.

 

Fest-Gottesdienst in der Klosterkirche zur 300-Jahr-Feier der Fürstenschule Grimma (1850) (c) Wikipedia, Ghostwriter123

Fest-Gottesdienst in der Klosterkirche zur 300-Jahr-Feier der Fürstenschule Grimma (1850) (c) Wikipedia, Ghostwriter123

 

St. Augustin Grimma - Innenansicht (etwa 1960)(c) Wikipedia CC BY-SA 3.0

St. Augustin Grimma – Innenansicht (etwa 1960)(c) Wikipedia CC BY-SA 3.0

 

Innenraum der Klosterkirche Grimma (c) Foto von Susanne Haun

Innenraum der Klosterkirche Grimma (c) Foto von Susanne Haun

 

Die Klosterkirche verfiel leider nach dem 2. Weltkrieg zunehmend. Heute dient die Klosterkirche der Stadt Grimma als Stätte für Kunst, Kultur und Musik, für Ausstellungen, Konzerte und Zusammenkünfte; die Stadtverwaltung bezeichnet sie als „Grimmas innerstädtische Kulturhalle“. Ich zeige hier zwei Fotos aus dem Wikipediaeintrag der Klosterkirche, der sehr interessant zu lesen ist. Bis in den 1970ziger Jahre wurde die Kirche noch aktiv genutzt, musste aber wegen des Verfalls, dessen Behebung der Gemeinde das Geld fehlte, der Stadt Grimma übergeben werden. Danach verfiel sie zusehends. Im Sommer 1989 stürzte das Gebälk in die Tiefe. 1995 begann die Renovierung.

Grabplatten im Innenraum der Klosterkirche Grimma (c) Foto von Susanne Haun

Grabplatten im Innenraum der Klosterkirche Grimma (c) Foto von Susanne Haun

Bei der Besichtigung der Klosterkirche habe ich viele Fotos vom jetzigen Zustand gemacht, um mir einen Eindruck zu verschaffen und mir auch die Hängung unserer Arbeiten zu überlegen. Die Hängung wird eine Herausforderung werden. Eine Vierkantleiste hängt in 4 Meter Höhe – dort müssen wir unsere Schnüre befestigen. Natürlich darf kein Nagel in die historischen Mauern geklopft werden. Außerdem müssen die Arbeiten so platziert werden, dass sie nicht über die in den Wänden eingelassenen Grabplatten hängen.

Informationen zur Ausstellung ARTenVIELFALT in der Klosterkirche Grimma

Informationen zur Ausstellung ARTenVIELFALT in der Klosterkirche Grimma

Ich freue mich auf die Ausstellung und lade euch nochmals auch im Namen von Conny Niehoff und Christiane Budig herzlich dazu ein.

6 Antworten

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  1. Coco Niehoff Kunst/Malerei/Gedanken said, on 30. Juli 2014 at 10:02

    Hat dies auf …abstrakte Kunst, expressive Malerei rebloggt und kommentierte:
    Hier ein paar Informationen über Grimma von Susanne Haun, am 3. August stellen Suisanne, Christiane und ich hier aus.

    • Susanne Haun said, on 31. Juli 2014 at 08:20

      Danke fürs rebloggen, Coco. Ich freue mich auf unsere Ausstellung.

  2. Rainer Sebald said, on 30. Juli 2014 at 14:11

    Grimma ist schon bekannt ,leider nur wegen des Hochwassers. Zwei mal hat die Altstadt unter Wasser gestanden.
    Dennoch eine beschauliche Kleinstadt.Ich wünsch euch viel Erfolg bei eurer Ausstellung.
    Grüße Rainer

    • Susanne Haun said, on 31. Juli 2014 at 08:26

      Ja, Rainer, deshalb findet unsere Ausstellung auch erst dieses Jahr statt, sie war für letztes Jahr geplant und fiel buchstäblich ins Wasser.
      Die Klosterkirche war 1,75 m mit Wasser gefüllt. Aber die Grimmaer haben fleissig gearbeitet und nun erstrahlt alles wieder in historischer Schönheit.
      Danke für deine Erfolgswünsche und einen schönen Tag wünscht dir Susanne

  3. veitraum said, on 31. Juli 2014 at 08:34

    Ich drücke euch für den Aufbau und die Ausstellung die Daumen. Ein wundervoller, magischer Ort, perfekt für Deine Arbeiten.
    Viel Erfolg und sonnige Grüße
    Volker

    • Susanne Haun said, on 31. Juli 2014 at 18:45

      Danke, Volker. Ich finde den Ort auch perfekt und bin schon aufgeregt. Ich hoffe, alles klappt so, wie wir es uns vorstellen.
      Sonnige Grüße aus Berlin von Susanne


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