Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 110 – Ernst Haeckel

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 20. September 2015

„Die Früchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daß man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äußerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen.“²

Ernst Haeckel

 

Vertrockneter Hibiskus - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Vertrockneter Hibiskus – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Bütten

 

Ich mag von Haeckel besonders das Buch „Kunstformen der Natur“, das Petra auf Philea’s Blog so gut beschreibt.

__________________________

² Quelle: “Haeckel”, Dargestellt von Johannes Hemleben, Haeckel an Anna Sethe am 29.Mai 1859, S.83; Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg, 1964.

Zitiert nach Wikiquote, Aufruf am 21.8.2015 um 16:30 Uhr

Gefunden habe ich das Zitat jedoch nicht bei Wikiquote sondern auf Jargs Blog.

14 Antworten

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  1. Petra Gust-Kazakos said, on 20. September 2015 at 13:38

    Dein Hibiskus ist auch vertrocknet so schön … Liebe Grüße
    Petra

    • Susanne Haun said, on 21. September 2015 at 08:20

      Danke, Petra 🙂 Ich werde mich gleich hinsetzen und Fundstücke von der portugiesischen Küste zeichnen. Liebe Grüße von Susanne

  2. Heartafire said, on 20. September 2015 at 17:07

    such lovely work, beautiful, what can I say…it’s gorgeous!

  3. emhaeu said, on 20. September 2015 at 18:41

    Ein problematischer Knabe, dieser Erich Haeckel. Was er mit dem Zitat sagt, beinhaltet ja auch, dass man die Suche nach Erkenntnis, also die Forschung, ohne Rücksicht auf moralische Prinzipien weitertreiben sollte. Was hier so fortschrittsorientiert und positiv klingt, nämlich die Ausweitung der Erkenntnis, hat bei Haeckel selbst ja dazu geführt, dass er nicht nur ein Vordenker der Eugenik gewesen ist und jemand, der die „Rassenhygiene“ propagiert hat, sondern dass er auch ein Vertreter der Euthanasie gewesen ist. Weshalb ihn die Nazis natürlich prima fanden.
    Er ist im Grunde ein schönes Beispiel dafür, was Horkheimer und Adorno mit der Dialektik der Aufklärung gemeint haben: Aufklärung, Erkenntnisstreben, ist nicht in sich gut, die radikale Aufklärung schlägt schnell um in Barbarei …
    LG Martin

    • Susanne Haun said, on 21. September 2015 at 08:25

      Danke für diese Hinweise, Martin. Ich habe mehr die Zeichnungen als die Lehre dahinter gesehen. Wie recht haben Adorno und Horkheimer. Fortschritt und Wissenschaft ist nicht immer positiv zu betrachten. Ich frage mich oft, wie die Wissenschaftler damit umgehen oder umgegangen sind: ließ sie es tatsächlich völlig kalt? Ich habe mich mit dem Thema jedoch noch nicht wirklich beschäftigt und werde es in nächster Zeit auch nicht schaffen. Dürer und seine Proportionslehre und Hegel und die Ästetik stehen auf meinem kommenden Semesterplan.
      Liebe Grüße sendet dir Susanne

      • emhaeu said, on 22. September 2015 at 18:01

        Hegel und Ästhetik – das ist wahrlich genug. Da habe ich damals nicht viel verstanden im 2. Semester ….
        Einen schönen Gruß! Martin

        • Susanne Haun said, on 23. September 2015 at 08:29

          Ja, ich freue mich trotzdem schon sehr auf das Seminar. Für das 2. Semester ist Hegel auch heftig, Martin. Ich bin inzwischen im 5. immatrikulierten Semester und habe davor 4 Gastsemester bestritten. Ich bin erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht.
          Wie stehst du heute zu Hegel? Oder warst du nach dem 2. Semester und Hegel so bedient, dass du ihn nicht nochmal angefasst hast?
          Viele Grüße von Susanne

          • emhaeu said, on 28. September 2015 at 20:10

            Ehrlich gesagt: Ich habe seitdem, wenn ich mich richtig erinnere, keine einzige Seite Hegel gelesen …. einen lieben Gruß! Martin

            • Susanne Haun said, on 29. September 2015 at 07:03

              Das kann ich mir gut vorstellen, Martin, solche eine tiefe Abneigung bleibt sitzen. Ich werde berichten, wie ich Hegel wahrnehme, liebe Grüße von Susanne

  4. wholelottarosie said, on 21. September 2015 at 14:31

    Eine faszinierende Zeichnung ist das. Das Schöne am Morbiden, Vergehenden hat du wunderbar in Szene gesetzt. Ich bin wieder mal begeistert.
    LG von Rosie

    • Susanne Haun said, on 23. September 2015 at 08:23

      Danke, Rosie, ich mag die vielen Linien von verwelkenden Blumen oder generell welkendes Florales. Einen schönen Tag wünscht dir aus dem trüben Berlin, Susanne

  5. gkazakou said, on 22. November 2015 at 14:20

    ich finde, deine Zeichnung zeigt sehr gut das Drama, das sich abspielt, wenn das Paradies zugunsten der Erkenntnis verlassen wird. Ein Todesdrama, bei der die lebendige senkrechte Bewegung in eine horizontale Knickbewegung übergeht. Der Kopf beugt sich über das sogenannte Wirkliche, studiert es, analysiert es, zerschneidet es, und verliert dabei den Kontakt zum Großen Ganzen. – Die „Kunstformen der Natur“ sind dennoch bewundernswert.

    • Susanne Haun said, on 23. November 2015 at 07:51

      Ja, Gerda, an das Paradies ist es einfach zu glauben und es scheint einfach erreichbar. Der Weg der Erkenntnis ist viel härter und mit bei weiten viel mehr „Arbeit“ erreichbar.
      Leider wissen wir immer noch so wenig und immer, wenn wir wenig wissen, benötigen wir entweder philosophische Erwägungen oder Religion. Ich entscheide mich da eher für die Philosopie!
      Einen schönen Montag von Susanne


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