Susanne Haun

Die Obszönität der Null – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Juni 2016

 

Ich möchte den Betrachter erst in Sicherheit wiegen bevor ich die Obzönität ausbreite.

 

#63.1 Die Obzönität der Null (c) Zeichnung von Susanne Haun

#63.1 Die Obzönität der Null (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Jürgen überlegt wohlbedacht, welche seiner Arbeiten zur Obsönität der Null er zeigen möchte und welche nicht.

Ist jedes Loch wie eine Null geformt? Und was sollte man in diese Löcher stecken? Liegt die Obzönität nicht erst in den Gedanken des Betrachters? Sind Vagina und Penis nicht genauso schön anzusehen wie ein Kussmund und die Finger einer Hand?

Die Tabus über Vagina und Penis zu reden und sie zu zeigen, bauen eine Hemmschwelle auf!

Ich habe einen große Strauß wunderschöner Pfingstrosen geschenkt bekommen. So etwas obszön üppiges, geschlechtsreifes und schönes habe ich noch nie gesehen.  So ist es kein Wunder, dass meine ersten Antworten auf Jürgens obszöne Nullzeichnungen sehr blumig ausfallen.

 

 

14 Antworten

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  1. diespringerin said, on 2. Juni 2016 at 17:36

    So wunderbar sinnlich!
    Ich habe mich immer gefragt, ob das Wort „Sünde“ vom Wort „Sinne“ abgeleitet wird. Da haben wir wunderbare Sinne geschenkt bekommen und dann, wenn wir diese benützen, genießen, wird es auf einmal obszön (angeblich) …
    Obszönität beginnt für mich mit einer Verletzung der Würde des Objekts der Begierde durch den, der … hm, eben Grenzen überschreitet, die ihm nicht erlaubt wurden zu überschreiten.
    Alles andere ist das Erforschen und bewusste Erleben der Sinnlichkeit.
    Einen herzlichen Gruß an die sinnliche Entdeckerin der Nullräume!

    • Susanne Haun said, on 3. Juni 2016 at 11:38

      Danke für deine Gedanken, ja du hast recht, die Null als sinnliche Null ist ein schöner Gedanke! Auch deine Vorstellung von obszön gefällt mir gut! Ich werde die Null und ihre Sinnlichkeit weiter erforschen und sende dir sonnige Grüße nach Wien
      Susanne

  2. gkazakou said, on 2. Juni 2016 at 17:43

    ich habe dieser Tage über die Obszönität der Null nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mund die obszönste oder auch die heiligste aller Nullen ist. Im Ernst!

    • Susanne Haun said, on 3. Juni 2016 at 11:39

      Du hast mir gerade viele, viele Zeichnungen in meinem Kopf geschenkt, Gerda, ja vor ca. 10 Jahre malte ich mit Acryl und Ölkreide große Münder auf Leinwand. Den Gedanken könnte ich zeichnerisch neu aufnehmen!

      • juergenkuester said, on 4. Juni 2016 at 08:42

        Liebe Gerda, liebe Susanne! Irgendwie hat man ja schon fast alles gemacht. Zum Mund als Null hätte ich auch noch etwas anzubieten, und könnte den Faden, ähnlich wie Du Susanne, mal wieder aufnehmen: https://issuu.com/juergenkuester/docs/surium?backgroundColor=
        Gruss Juergen

        • Susanne Haun said, on 5. Juni 2016 at 07:17

          Danke für den Link, Jürgen, ich hatte große Freude daran, das Buch nochmals zu betrachten. Deine Präsentationen bei issuu mag ich immer wieder gerne. Viele Grüße sendet dir Susanne

  3. Gerald Neumann said, on 3. Juni 2016 at 06:38

    Schwierig eindeutig zu sagen… Ich denke bestimmt gibt es Schönheit in allem, aber vielleicht soll ein Geheimnis sein, um intime Schönheit nur zur zweit zu genießen.

    • Susanne Haun said, on 3. Juni 2016 at 11:40

      Das kann gut sein, Gerald. Jedenfalls handhaben wir es in unserem Kulturkreis so und geniessen es.

  4. Ulli said, on 3. Juni 2016 at 13:37

    ich sehe nichts Obzönes, ich sehe Sinnliches!

    Auf der kulturellen Landpartie sah ich eine in Holz gearbeitete Vulva, die schönste, die ich je sah … leider nicht fotografiert, stand nicht an, sie wohnt jetzt in mir …

    • Susanne Haun said, on 3. Juni 2016 at 17:05

      Danke für deinen Kommentar, liebe Ulli, ich hoffe, du kannst jetzt wieder richtig gut sehen und dir geht es gut 🙂
      Liebe Grüße und gute Besserung von Susanne

      • Ulli said, on 3. Juni 2016 at 18:10

        einäugig sehe ich nun gestochen scharf, Ende des Monats ist das rechte Auge dran ud dann müssen sich die zwei nur noch synchronisieren, es ist wirklich unglaublich wie leicht es ging! Ich bin sehr dankbar!
        herzlichst
        Ulli und danke dir für deins zu mir hin

        • Susanne Haun said, on 3. Juni 2016 at 18:11

          Das glaube ich dir! Es ist so wichtig, gut zu sehen. Ist das Sehen nicht eines der wichtigsten Sinnesorgane?
          Ich weiss es nicht, hören ist auch wichtig……

          • Ulli said, on 3. Juni 2016 at 18:15

            Zumindest nehemen mir 60% unserer Umwelt über die Augen wahr, las ich irgendwo in dem Zusammenhang … klar, für mich möchte ich keins meiner Sinnesorgane vermissen, aber dieses immer schlechter sehen und zum Schluß erst FreundInnen erkennen, wenn sie fast vor mir standen, das war schon störend und beängstigend …


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